Pilot überzieht Pilatus B4 beim Kurbeln in böiger Luft
Der erfahrene Pilot einer Pilatus B4 wurde tödlich verletzt, als er beim Kurbeln in böiger Luft überzog; die B4 stürzte nahezu senkrecht in einen Berghang und wurde zerstört. Der Pilot — ~685 h gesamt, ~72 h auf dem Muster, in 90 Tagen aber nur 1 h 16 und vor über zwei Jahren der letzte B4-Flug — kreiste als unterstes von drei Segelflugzeugen ~100 m über dem Grat im böigen Westwind. Zeugen sahen sie senkrecht abstürzen; sie schlug ~50 m unter einem Bergrestaurant bei ~60° Bahnneigung am Hang auf. Keine technischen Mängel; Masse/Schwerpunkt im Limit. Eine akute Hirnentzündung könnte ihn beeinträchtigt haben — Unwohlsein nicht auszuschliessen.
- Kurbeln als unterstes im Pulk: Bei einem Übungsflug ab dem Saanener Segelfluglager kreiste der Pilot als unterstes von drei Segelflugzeugen ~100 m über einem Bergrestaurant im böigen Westwind.
- Lange Pause auf dem Muster: Der letzte Flug des Piloten auf der Pilatus B4 (1 h 20) lag über zwei Jahre zurück; die jüngsten Lagerflüge auf einem leistungsfähigeren DG-300.
- Mögliche Hirnstamm-Beeinträchtigung: Die Obduktion ergab eine akute Entzündung im Hirnstamm, die zu Kreislauf- oder Atemstörungen führen kann; ein Unwohlsein des Piloten kurz vor dem Absturz war nicht auszuschliessen.
- Geschwindigkeitsverlust in der Kurve: Möglicherweise durch das Beobachten der anderen Flugzeuge abgelenkt oder medizinisch beeinträchtigt, liess der Pilot die Geschwindigkeit in der böigen Luft unter ~61 km/h abfallen.
- Strömungsabriss und Steilflug: Das Segelflugzeug fiel abrupt aus dem Pulk in nahezu senkrechten Sturzflug; bei sofortiger Reaktion wären ~80 m Höhenverlust erwartbar gewesen, doch eine Steuerreaktion war nicht erkennbar.
- Hangaufprall – tödlich: Die Pilatus B4 schlug ~50 m unterhalb des Bergrestaurants mit etwa 60° Bahnneigung am Hang auf und wurde zerstört; der Unfall war nicht überlebbar.