Foka 4: Tragflächen falten sich beim Windenstart auf — Rastbolzen unverriegelt

Bicester Airfield, United Kingdom PZL Bielsko SZD-24-4A Foka 4

Der Pilot einer SZD-24-4A Foka 4 wurde tödlich verletzt, als sich beim Windenstart in Bicester beide Tragflächen auffalteten und vom Rumpf trennten. Der Pilot hatte den Typ zuvor nie gerüstet und montierte ihn nach Flughandbuch; der untere Rastbolzen des Hauptbeschlags griff nicht voll in das Bolzenpaket, und die Konstruktion bot keine Prüfmöglichkeit. Der erste Windenstart verlief unauffällig; beim zweiten bog sich die linke Fläche um ~20° nach oben, die rechte folgte, der Bolzen versagte, beide Flügel falteten sich auf und trennten sich, blieben am Holm verbunden; der Rumpf kippte mit der Nase nach unten zu Boden und wurde zerstört.

  1. Rüsten durch Pilot, typ-unerfahren: Am Unfalltag rüstete der Pilot die SZD-24-4A Foka 4 (G-DBZZ) mit Freunden in Bicester. Niemand hatte diesen Typ zuvor montiert; sie arbeiteten durchgehend nach Flughandbuch.
  2. Rastbolzen nicht voll eingegriffen: Beim Rüsten griff der untere Rastbolzen des Hauptbeschlags nicht vollständig in das untere Bolzenpaket des Holmverbinders ein, wodurch die Tragflächenverbindung nur teilweise gesichert war.
  3. Eingriff nicht prüfbar: Die Auslegung des Hauptbeschlags erlaubte die vorgeschriebene Umdrehungszahl bei geringem Widerstand, ohne Möglichkeit, den Eingriff des unteren Rastbolzens zu prüfen.
  4. Erster Windenstart unauffällig: Ein erster Windenstart verlief in geringer Höhe unauffällig; während des Starts öffnete sich die Haube, das Segelflugzeug landete sicher.
  5. Halter beruhigt Piloten am Telefon: Nach dem ersten Start besprach der Pilot das Rüsten und den Haubenvorfall telefonisch mit dem Halter; dieser versicherte ihm, das Rüsten sei korrekt erfolgt.
  6. Zweiter Windenstart — Steigflug: Beim zweiten Windenstart beschleunigte die Foka 4 und drehte in einen Steigflug, den Zeugen teils als etwas schnell und steil wahrnahmen; sie stieg mehrere Hundert Fuß am Seil.
  7. Bolzen versagt, Flügel trennen sich: Noch am Seil bog sich die linke Fläche um ~20° nach oben, die rechte folgte; der Rastbolzen versagte, beide Tragflächen falteten hoch und trennten sich vom Rumpf, blieben aber verbunden.
  8. Rumpf nasenvoran; Pilot tödlich verletzt: Mit abgetrennten Tragflächen kippte der Rumpf steil mit der Nase voran und schlug auf dem Boden auf. Der Pilot wurde tödlich verletzt, die Zelle zerstört.
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