Ventus cT und Skylark 4 kollidieren im Geradeausflug bei diesigem Reiseflug

Lasham Airfield, United Kingdom Schempp-Hirth Ventus CT Slingsby T50 Skylark 4

Der Pilot eines Ventus cT wurde bei einem Zusammenstoß mit einem Skylark 4 nahe Lasham tödlich verletzt; beide Segelflugzeuge zerstört, der Skylark-Pilot rettete sich per Fallschirm. Beide flogen in ~1 220 m AGL geradeaus und konvergierten mit ~28° aus Gegenrichtung; der Skylark-Pilot sah den weißen Ventus erst im letzten Moment, leicht über und 10° links. Der Ventus traf die linke Tragfläche und das Leitwerk des Skylark; dieser verlor Tragflächenteil und Leitwerk, bevor sein Pilot ausstieg. Der Ventus stürzte nahezu senkrecht ab. Die Sicht war wechselhaft und nahm mit der Höhe ab; 11 weitere Segelflugzeuge waren in der Luft.

  1. F-Schlepp und Reiseflug ab Lasham: Der Ventus cT war um 11:30 Uhr im F-Schlepp ab Lasham gestartet und seit über drei Stunden in der Luft. Der Skylark 4 wurde um 12:33 Uhr im Windenstart für einen 5-Stunden-Dauerflug zum Silber-C gestartet und blieb im Bereich ~15 km um den Flugplatz.
  2. Diesige Sicht; nimmt mit Höhe ab: Am Boden war es hell aber dunstig; die Sicht lag generell über 5 km, war jedoch wechselhaft und nahm mit der Höhe ab. Der Skylark-Pilot beschrieb die Luft als „diesiger" mit steigender Höhe; ein Wolkeneinflug wurde nicht festgestellt.
  3. 11 weitere Segelflugzeuge in der Luft: Mindestens 11 weitere Segelflugzeuge aus Lasham waren zur Unfallzeit in der Luft, darunter mehrere thermisch kreisende unter Quellwolken — entsprechend hohe örtliche Verkehrsdichte.
  4. Geradeaus, ~28° aus Gegenrichtung: In rund 1 220 m AGL flogen beide Segelflugzeuge geradeaus auf nahezu entgegengesetzten Kursen mit etwa 28° Versatz aus dem Gegenkurs. Der Skylark-Pilot hatte zwei rote Segelflugzeuge links beobachtet; als er den Blick nach vorn richtete, „füllte" der weiße Ventus seine Scheibe, leicht über ihm und ~10° links versetzt. Er drückte instinktiv am Steuerknüppel.
  5. Ventus trifft Tragfläche und Leitwerk: Die Unterseite des Ventus traf zuerst die Oberseite der linken Tragfläche des Skylark und dann dessen Leitwerk. Rote Lackspuren auf der Ventus-Unterseite (mittig zur Längsachse, mit ~10° Versatz von rechts-vorne nach links-hinten) und cremefarbene Lackspuren am linken vorderen Rumpf bestätigten die Geometrie. Der Skylark verlor Tragflächenteil und Leitwerksabschnitt; das Cockpit des Ventus wurde schwer zerstört.
  6. Skylark-Pilot springt mit Fallschirm ab: Nach dem Aufprall löste der Skylark-Pilot Haube und Gurt und wurde aus dem zerbrechenden Segelflugzeug geschleudert. Er zog die Reißleine, der Fallschirm öffnete; er landete unverletzt und alarmierte den Flugplatz von einem nahen Haus aus.
  7. Senkrechter Aufprall; Pilot tödlich: Der Ventus stürzte nahezu senkrecht mit der Nase voran ab und schlug mit etwa 90° Längsneigung sowie hoher Vertikal- und geringer Horizontalgeschwindigkeit auf. Der Aufprall war nicht zu überleben; der Pilot wurde tödlich verletzt, das Segelflugzeug zerstört. Das Wrack des Skylark lag 474 m vom Ventus entfernt.
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