ASW 24 gerät nach Hochziehen in Strömungsabriss und Steilspirale
Der Pilot einer ASW 24 wurde bei einem steilen Bodenaufprall nahe Dunstable tödlich verletzt; das Segelflugzeug wurde zerstört. Beim zweiten Windenstart des Tages klinkte er in rund 275 m AGL aus und flog entlang der Dunstable Downs. Nach einer Rechtskurve zog der Pilot steil hoch und ging in etwa 90 m AGL in den Horizontalflug über. Übermäßiger Fahrtverlust ließ die Geschwindigkeit bei rund 19 km/h Rückenwind nahe an die 1g-Überziehgeschwindigkeit von etwa 69 km/h sinken; die ASW 24 kippte nach links, ging in eine Steilspirale nach rechts über und schlug nach rund 270° in einem Feld auf. Zur Wiederherstellung reichte die Höhe nicht aus.
- 2. Windenstart, Hangflug: Um 13:42 UTC startete der Pilot einer ASW 24 zum zweiten Windenstart des Tages am Segelfluggelände Dunstable. Er klinkte in rund 275 m AGL aus und flog entlang des Höhenzugs Dunstable Downs. Wind aus 130° mit 26 km/h, Böen bis 44 km/h — böig aus Südost. Der Pilot besaß eine Segelflugbescheinigung mit rund 274 h Gesamtzeit (etwa 10 h auf Muster, 17 h in den letzten 90 Tagen).
- Roter Windsack am Platz: Ein roter Windsack am Segelfluggelände wies darauf hin, dass die Bedingungen nur Fluglehrern und Inhabern einer Silber-Berechtigung empfohlen waren. Der Pilot besaß keine dieser Qualifikationen, war jedoch kurz zuvor von einem Vereinsflug in die Pyrenäen zurückgekehrt, wo er bei anspruchsvolleren Bedingungen geflogen war.
- Steiles Hochziehen, Abfangen in 90 m: Aus unbekannten Gründen — möglicherweise zum Ausnutzen eines Aufwinds — leitete der Pilot ein steiles Hochziehen ein. GPS-Daten zeigten, dass die Grundgeschwindigkeit am Scheitelpunkt auf etwa 87 km/h zurückging; in rund 90 m AGL fing er ab und kippte nach links.
- Rückenwindkomponente ~19 km/h: Die Windrichtung beim Abfangen ergab eine Rückenwindkomponente von rund 19 km/h, in Böen mehr. Kombiniert mit der niedrigen Grundgeschwindigkeit am Scheitelpunkt lag die Eigengeschwindigkeit nahe an oder unter der 1g-Überziehgeschwindigkeit von etwa 69 km/h bei der Unfallmasse.
- Strömungsabriss, Steilspirale rechts: Ob die Linksquerlage vom Piloten gewollt oder durch ein Abkippen über den Flügel verursacht war, ließ sich nicht klären. Zeugen beschrieben einen Strömungsabriss und das Übergehen in eine Steilspirale nach rechts; die Wrackuntersuchung bestätigte eine Steilspirale nach rechts beim Aufprall. Die Wiederherstellung erfordert Drücken des Knüppels, Auspendeln und anschließendes Abfangen — die verbliebene Höhe reichte nicht aus.
- Steiler Aufprall im Feld: Nach etwa 270° Drehung schlug das Segelflugzeug in steiler Nase-tief-Lage in einem Feld nahe Dunstable auf. Das Segelflugzeug wurde zerstört, der Pilot tödlich verletzt. Die Wrackuntersuchung ergab keinen Hinweis auf einen Vorschaden; das Fahrwerk war eingefahren, die Bremsklappen geschlossen.