ASW 24 gerät nach Hochziehen in Strömungsabriss und Steilspirale

Near Dunstable, Bedfordshire, United Kingdom Alexander Schleicher ASW 24

Der Pilot einer ASW 24 wurde bei einem steilen Bodenaufprall nahe Dunstable tödlich verletzt; das Segelflugzeug wurde zerstört. Beim zweiten Windenstart des Tages klinkte er in rund 275 m AGL aus und flog entlang der Dunstable Downs. Nach einer Rechtskurve zog der Pilot steil hoch und ging in etwa 90 m AGL in den Horizontalflug über. Übermäßiger Fahrtverlust ließ die Geschwindigkeit bei rund 19 km/h Rückenwind nahe an die 1g-Überziehgeschwindigkeit von etwa 69 km/h sinken; die ASW 24 kippte nach links, ging in eine Steilspirale nach rechts über und schlug nach rund 270° in einem Feld auf. Zur Wiederherstellung reichte die Höhe nicht aus.

  1. 2. Windenstart, Hangflug: Um 13:42 UTC startete der Pilot einer ASW 24 zum zweiten Windenstart des Tages am Segelfluggelände Dunstable. Er klinkte in rund 275 m AGL aus und flog entlang des Höhenzugs Dunstable Downs. Wind aus 130° mit 26 km/h, Böen bis 44 km/h — böig aus Südost. Der Pilot besaß eine Segelflugbescheinigung mit rund 274 h Gesamtzeit (etwa 10 h auf Muster, 17 h in den letzten 90 Tagen).
  2. Roter Windsack am Platz: Ein roter Windsack am Segelfluggelände wies darauf hin, dass die Bedingungen nur Fluglehrern und Inhabern einer Silber-Berechtigung empfohlen waren. Der Pilot besaß keine dieser Qualifikationen, war jedoch kurz zuvor von einem Vereinsflug in die Pyrenäen zurückgekehrt, wo er bei anspruchsvolleren Bedingungen geflogen war.
  3. Steiles Hochziehen, Abfangen in 90 m: Aus unbekannten Gründen — möglicherweise zum Ausnutzen eines Aufwinds — leitete der Pilot ein steiles Hochziehen ein. GPS-Daten zeigten, dass die Grundgeschwindigkeit am Scheitelpunkt auf etwa 87 km/h zurückging; in rund 90 m AGL fing er ab und kippte nach links.
  4. Rückenwindkomponente ~19 km/h: Die Windrichtung beim Abfangen ergab eine Rückenwindkomponente von rund 19 km/h, in Böen mehr. Kombiniert mit der niedrigen Grundgeschwindigkeit am Scheitelpunkt lag die Eigengeschwindigkeit nahe an oder unter der 1g-Überziehgeschwindigkeit von etwa 69 km/h bei der Unfallmasse.
  5. Strömungsabriss, Steilspirale rechts: Ob die Linksquerlage vom Piloten gewollt oder durch ein Abkippen über den Flügel verursacht war, ließ sich nicht klären. Zeugen beschrieben einen Strömungsabriss und das Übergehen in eine Steilspirale nach rechts; die Wrackuntersuchung bestätigte eine Steilspirale nach rechts beim Aufprall. Die Wiederherstellung erfordert Drücken des Knüppels, Auspendeln und anschließendes Abfangen — die verbliebene Höhe reichte nicht aus.
  6. Steiler Aufprall im Feld: Nach etwa 270° Drehung schlug das Segelflugzeug in steiler Nase-tief-Lage in einem Feld nahe Dunstable auf. Das Segelflugzeug wurde zerstört, der Pilot tödlich verletzt. Die Wrackuntersuchung ergab keinen Hinweis auf einen Vorschaden; das Fahrwerk war eingefahren, die Bremsklappen geschlossen.
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