LS-6-Pilot wird im Hangflug wahrscheinlich bewusstlos und verliert die Kontrolle
Der Pilot einer LS-6 wurde tödlich verletzt und das Segelflugzeug zerstört, als es nahe Quinto in einen bewaldeten Hang stürzte, nachdem der Pilot höchstwahrscheinlich das Bewusstsein verloren hatte. Nach dem Windenstart in Ambri stieg es in kräftigem, böigem Nordwind am Nordgrat auf ~2000 m. Dann brachen Funk und Sichtungen ab; rund 25 Minuten nach dem Start schlug es in 70–80° Nase-tief in die Bäume. Ein technischer Mangel fand sich nicht. Der Pilot flog fastend und stark dehydriert und war kaum im Training — 19 Minuten in acht Monaten, weit weniger als angegeben. Genannt: Bewusstseinstrübung, anspruchsvolles Wetter, mangelndes Training.
- Windenstart und Steigflug: Der Pilot startete in Ambri im Windenstart von Piste 28, stieg auf rund 550 m über dem Flugplatz und flog anschließend zum Hangflug am Nordgrat.
- Kaum aktuelle Flugpraxis: In den achteinhalb Monaten vor dem Unfall war der Pilot nur einen einzigen Kontrollflug von 19 Minuten geflogen, obwohl er deutlich mehr aktuelle Erfahrung angegeben hatte.
- Fastend und stark dehydriert: Der Pilot befand sich im Zustand des Fastens und einer fortgeschrittenen Dehydrierung; ungeöffnete Speisen und Getränke fanden sich im Cockpit.
- Kräftiger, böiger Nordwind: Der Flug fand bei kräftigem, böigem Nordwind in anspruchsvollem Gebirgsgelände statt; Arbeitsbelastung und Steueraufwand des Piloten waren dadurch erhöht.
- Pilot verliert das Bewusstsein: Beim Hangflug am Grat nach dem Steigen auf rund 2000 m MSL erlitt der Pilot wahrscheinlich eine Bewusstseinstrübung oder kurze Bewusstlosigkeit infolge von Dehydrierung und Nahrungsmangel.
- Kontrollverlust: Mit getrübtem Bewusstsein verlor der Pilot die Kontrolle über die LS-6, die in einen steilen, unkontrollierten Sinkflug zum Gelände überging.
- Absturz, Pilot tödlich verletzt: Das Segelflugzeug schlug mit geschätzt 70–80° Nase-tief in einen bewaldeten Hang ein und wurde zerstört; der Pilot wurde tödlich verletzt.