LS6 fliegt nach Verlust der Sichtreferenzen in einen verschneiten Hang
Ein erfahrener Pilot kam ums Leben, als eine LS6 bei Trin waagerecht in einen verschneiten Berghang flog, nachdem die Sichtreferenzen verloren gegangen waren; das Segelflugzeug wurde zerstört. Bei sich verschlechterndem Wetter — fast geschlossene Bewölkung, Schneeschauer, flaches Licht über Schnee — prallte die LS6 mit etwa 90 km/h waagerecht gegen den Hang, den der Pilot wohl nicht erkennen konnte. Die wahrscheinliche Ursache war der Verlust der Sichtreferenzen. Die Untersuchung stellte zudem fest, dass der Pilot unter mit dem Fliegen nicht vereinbaren Medikamenten stand, und konnte deren Mitwirkung samt Herzveränderungen nicht ausschließen.
- Flug bei sich verschlechterndem Wetter: Ein erfahrener Pilot flog nahe den Bergen, während sich das Wetter verschlechterte — zunehmende Bewölkung und örtliche Schneeschauer.
- Wolken, Schneeschauer, flaches Licht: Nahezu geschlossene Bewölkung, Schneeschauer und flaches Licht über Schnee minderten die für den Sichtflug nötigen Sichtreferenzen.
- Flug unter unpassenden Medikamenten: Es wurde festgestellt, dass der Pilot unter der Wirkung von mit dem Fliegen nicht vereinbaren Medikamenten flog; deren Rolle ließ sich nicht ausschließen.
- Verschneiter Hang nicht erkannt: Beim Drehen gegen ansteigendes Gelände konnte der Pilot den verschneiten Hang vor sich wohl nicht mehr erkennen.
- Waagerecht in den Hang geflogen: Das Segelflugzeug flog in waagerechter Lage mit etwa 90 km/h in den verschneiten Berghang; es wurde zerstört und der Pilot kam ums Leben.