ASW 27 verletzt Starthelfer nach vermeintlicher Startunterbrechung
Bei einem Flugzeugschleppstart an einem Segelflugwettbewerb in Hausen am Albis wurde ein Starthelfer schwer verletzt, als die Flügel des Segelflugzeugs zwei davor stehende Personen erfassten; die ASW 27 und beide Piloten blieben unverletzt. Beim Straffen des Seils rollte das ungebremste Segelflugzeug über das lose Seil, und das Schleppflugzeug hielt an. Die Helfer deuteten dies als Folge des überrollten Seils und traten vor die Flügel, um zurückzuschieben. Der Koordinator sah das Überrollen nicht und rief zu spät einen Stopp; der Schlepppilot hörte ihn nicht und gab bei freier Piste Vollgas. Das Verfahren kannte kein Abbruchkommando.
- Schleppstart an einem Wettbewerb: An einem regionalen Segelflugwettbewerb war eine ASW 27 hinter einer Maule zum Flugzeugschleppstart aufgereiht.
- Ungebremst über loses Seil gerollt: Die Bremsklappen waren eingefahren, das Rad daher ungebremst; ein Ruck beim Straffen des Seils rollte das Segelflugzeug vorwärts über das lose Seil.
- Helfer treten vor die Flügel: In der Annahme, das Schleppflugzeug habe zum Freilegen des Seils gestoppt, traten die beiden Starthelfer vor die Flügel, um zurückzuschieben.
- Stopp-Befehl überhört, Schlepp gibt Gas: Der über Funk gegebene Stopp-Befehl wurde nicht gehört; da die Piste nun frei war, gab der Schlepppilot Vollgas.
- Flügel erfassen zwei Starthelfer: Die Flügel des beschleunigenden Segelflugzeugs warfen beide Helfer um; einer schlug mit dem Kopf auf den Belag und wurde schwer verletzt.