ASW 20 überzieht in steiler Kurve nach Verwechslung der Bedienhebel
Ein Pilot wurde tödlich verletzt, als eine ASW 20 im Landeanflug in Devon überzog und senkrecht aufschlug. Zeugen sahen das Segelflugzeug niedrig über das Feld fliegen, zu hoch für die Reststrecke; am oberen Feldende ging es steil nach rechts, die Fahrt brach ein und die Nase kippte. Der Pilot hatte wohl statt der Bremsklappe den Fahrwerkshebel betätigt, dann den Wölbklappenhebel, sodass es die Höhe hielt statt zu sinken. Ermüdung, Hitze, geringe Mustervertrautheit und die ähnlichen Hebel galten als beitragend. Ein schlecht gesicherter Steuerknüppelgriff löste sich beim Aufprall und gab das Rohrende frei, das den Piloten tödlich verletzte.
- Tiefer Anflug, wenig Zeit auf Muster: Am Ende eines 64-minütigen Fluges flog der Pilot einen tiefen Anflug, um nahe der Halle zu landen, mit nur etwa 11 Stunden auf der ASW 20 und sonst einhebeligen Segelflugzeugen.
- Fahrwerkshebel statt Bremsklappe: An der ASW 20 liegen Fahrwerks- und Bremsklappenhebel dicht beieinander und ähneln sich; der Pilot betätigte wohl den Fahrwerkshebel statt der Bremsklappe, fuhr das Fahrwerk ein und setzte keine Bremsklappe.
- Keine Bremsklappe — Höhe bleibt: Ohne Bremsklappenwiderstand hielt das Segelflugzeug die Höhe über das Feld, überholte ein tiefer fliegendes und blieb zu hoch für die verbleibende Länge.
- Wölbklappenhebel statt Bremse: Der Pilot verstellte danach offenbar den Wölbklappenhebel, wieder nicht die Bremsklappe, sodass der Anflug nicht sank.
- Steile tiefe Kurve, Fahrt bricht ein: Nahe dem oberen Feldende ging er in eine steile Rechtskurve mit 60-80° Querneigung und leichtem Hochziehen, und die Fahrt fiel zur erhöhten Überziehgeschwindigkeit.
- Überziehen, Aufprall mit Nase voran: Das Segelflugzeug überzog, kippte über die Nase und schlug steil auf; der Pilot wurde tödlich verletzt. Ermüdung und Hitze galten ebenfalls als beitragend.