Ventus-2cT / E1 Antares Wettbewerbskollision — Ventus drehte innen in der Thermik

Melton Mowbray, United Kingdom Schempp-Hirth Ventus-2CT Lange Aviation E1 Antares

Bei Melton Mowbray kollidierten in einer gemeinsamen Thermik während eines Wettbewerbs ein Ventus-2cT und eine Lange E1 Antares; der Ventus-Pilot wurde tödlich verletzt, der Antares-Pilot blieb unverletzt. Die Antares kreiste links, als der Ventus auf gleicher Höhe hinten/unten einkreiste — beide im Blickschatten. Nach drei Kreisen verschärfte der Ventus im vierten die Schräglage, während die Antares zum Verlassen reduzierte; der Ventus drehte innen. Die rechte Tragfläche der Antares trennte das Leitwerk des Ventus in etwa 880 m MSL ab; der Ventus stürzte 18 s ungesteuert ab. Antares sicher gelandet. FLARM verhinderte die Annäherung nicht.

  1. Wettbewerbsstreckenflug, Thermik: Beide Segelflugzeuge nahmen an einem BGA-Wettbewerb in Husbands Bosworth teil. Nach dem ersten Schenkel kreisten beide nahe Melton Mowbray in Thermik.
  2. Gleiche Thermik, gleiche Höhe: Der Antares flog in eine Thermik ein und kreiste links; der Ventus flog kurz darauf auf ähnlicher Höhe ein, im typischen Toter-Winkel-Bereich beider Cockpits.
  3. Toter Winkel, Sonne im Blickfeld: Die Sonne stand ca. 50° hoch im SSW; der Ventus-Pilot blickte gegen die Sonne Richtung Antares. Beide waren weiß ohne Kontrastanstrich, jeweils im Toter-Winkel des anderen.
  4. FLARM verhinderte Kollision nicht: Beide führten PowerFLARM mit; bei korrekter Konfiguration hätte jedes Gerät 4–5 s Vorwarnung gegeben. Der Antares-FLARM war auf „Low“; die Ventus-Einstellungen fehlten.
  5. Ventus dreht innen am Antares: Im vierten Kreis erhöhte der Ventus-Pilot die Querneigung, während der Antares-Pilot die Kurve verließ; dies brachte den Ventus auf einen engeren Kreis ohne Abstand.
  6. Antares-Fläche trennt Ventus-Heck: Auf ca. 880 m MSL prallte die rechte Fläche des Antares von unten gegen Heck und Flosse des Ventus und trennte sie ab; Seitenruderkabel und Druckstange versagten durch Überlast.
  7. Unkontrolliertes Trudeln ~18 s: Ohne Leitwerk trudelte der Ventus ca. 18 Sekunden unkontrolliert. Es gab keinen Versuch, die Haube abzuwerfen oder den Fallschirm auszulösen, möglicherweise wegen der Kräfte.
  8. Bodenaufprall, Ventus-Pilot: Der Ventus schlug nase-tief auf unebenem Gelände bei Melton Mowbray auf, zerstört, der Pilot tödlich verletzt. Der Antares landete sicher mit Flächenschäden, sein Pilot unverletzt.
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