ASW 24 überzieht in der Umkehrkurve nach tiefem Ausklinken im F-Schlepp

Dunstable, United Kingdom Alexander Schleicher ASW 24

Beim F-Schlepp am Schwerpunkthaken in Dunstable verunglückte eine ASW 24 am westlichen Platzrand tödlich. Die ASW 24 stieg nach dem Abheben zu hoch hinter den Schlepper und pendelte. Unter 15 m AGL löste sich das Schleppseil aus ungeklärten Gründen. Der Pilot stieg weiter auf etwa 25 m AGL und leitete eine steile Linkskurve mit rund 60 Grad Schräglage zur Rückkehr ein. Bei dieser Schräglage liegt die Überziehgeschwindigkeit nahe 105 km/h; die ASW 24 überzog, trudelte an und schlug mit der Nase auf. Pilot tödlich verletzt, Flugzeug zerstört. Tiefe Seiltrennung am Schwerpunkthaken ohne ausreichende Energie für eine Umkehr.

  1. Schleppstart West Run: Die ASW 24 startete per Schwerpunkthaken-Schlepp vom West Run in Dunstable; eine nördliche Brise ergab 9–19 km/h Seitenwind von rechts, gute Sicht und Wolken über 300 m.
  2. Nur Schwerpunktkupplung, instabil: Das Segelflugzeug hatte nur einen Schwerpunkthaken, keinen Nasenhaken; Richtlinien nennen dies einen Risikofaktor, da das Nickmoment der Hakengeometrie unter dem Schwerpunkt wirkt.
  3. Schleppseil löst sich unter 15 m: Noch unterhalb des Schleppprofils, unter ca. 15 m AGL, löste sich das Schleppseil; Ursachen: Selbstlösung, unbeabsichtigtes Betätigen oder bewusstes Ausklinken.
  4. Schreck-/Überraschungsreaktion: Ein unbeabsichtigtes Ausklinken hätte wahrscheinlich Schreck oder Überraschung ausgelöst, was die Leistung kurz beeinträchtigt und die geplante Reaktion verzögern kann.
  5. Auf ~25 m, steile Linkskurve zurück: Nach der Trennung stieg das Segelflugzeug auf rund 25 m AGL und leitete eine steile Linkskurve über 60° Querneigung ein, bei der die Überziehgeschwindigkeit stark steigt.
  6. Strömungsabriss, Trudeln in Kurve: Die enge Kurve und abnehmende Fahrt brachten das Segelflugzeug in einen unhaltbaren Zustand: die linke Fläche sackte ab, es gierte nach links und ging ins Trudeln über.
  7. Kopfüber Bodenaufprall: Das Segelflugzeug schlug kopfüber nahe der westlichen Flugplatzgrenze auf und wurde zerstört; der Pilot wurde tödlich verletzt. Ein Rückflug war aus dieser Höhe nicht erreichbar.
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