Kestrel H401 stürzt nach Strömungsabriss in Steilspirale auf Alpwiese
Der Pilot einer Kestrel H401 wurde bei einem Hangflug rund 3,5 km nordöstlich von Gsteig tödlich verletzt; das Segelflugzeug wurde zerstört. Nach Ausklinken aus dem F-Schlepp über dem Eggli auf 1770 m MSL arbeitete der Pilot die Hänge von Eggli und Staldenflüe und flog tief zum Chrinepass. Augenzeugen sahen die Kestrel aus einer steilen Kurve binnen etwa zwei Sekunden nahezu senkrecht mit der Nase voran in eine Alpwiese einschlagen; die letzte FLARM-Position auf 1707 m MSL lag 40 m vom Aufschlag entfernt. Wahrscheinliche Ursache war eine akute Handlungsunfähigkeit mit nachfolgendem Strömungsabriss und Steilspirale.
- F-Schlepp ab Saanen, Hangarbeit: Der Pilot startete mit einer Kestrel H401 im F-Schlepp ab Saanen und klinkte auf 1.770 m MSL über dem Eggli aus, nach einem Einweisungsflug mit einem Fluglehrer am Vortag.
- Hangflug Eggli und Staldenflüe: Nach dem Ausklinken arbeitete der Pilot die Eggli-Hänge und gewann etwa 230 m Höhe; er wechselte auf die Südseite der Staldenflüe ohne Höhengewinn und flog weiter Richtung Chrinepass.
- Wahrscheinliche Handlungsunfähigkeit: Die Analyse identifizierte eine akute gesundheitliche Beeinträchtigung mit Handlungsunfähigkeit als plausibelste Erklärung für den von Augenzeugen beobachteten Kontrollverlust.
- Geringe Höhe vor Baumgruppe: Augenzeugen auf rund 1.640 m MSL sahen das Segelflugzeug in geringer Höhe auf eine Baumgruppe oberhalb des Chrinepasses zufliegen; die geschätzte Flughöhe kurz zuvor betrug etwa 1.710 m MSL.
- Steile Kurve, fast senkrechter Sturz: Die Augenzeugen beschrieben, wie die Kestrel aus einer steilen Kurve mit der Nase voran nahezu senkrecht abkippte, passend zu Strömungsabriss mit kurzer Steilspirale ohne Abfangreserve.
- Pilot tödlich verletzt beim Aufprall: Die Kestrel schlug mit der Nase voran leicht über senkrecht in die Alpwiese ein; ein Flügel riss ab und flog den Hang hinunter. Der Pilot starb, das Segelflugzeug wurde zerstört.