ASW 28-18 überzieht im Hangflug bei Föhnsturbulenz
Der Pilot einer ASW 28-18 wurde tödlich verletzt, als das Segelflugzeug im turbulenten Föhn nahe Falknis beim Anflug auf einen Berghang überzog und zerstört wurde. Nach Schlepp ab Schänis und Streckenflug über Churfirsten und Sargans flog er in ~2 400 m AGL Richtung Falknisgrat in aufgefrischtem Spätnachmittags-Föhn. Er wählte eine steigende Flugbahn direkt auf die Bergflanke, um den Hangaufwind zu nutzen. In den letzten 40 s der Aufzeichnung sank die Fahrt nahe am Gelände auf ~75 km/h; das Segelflugzeug überzog und er konnte die Lage vor dem Hang nicht mehr korrigieren. Auf dem Muster hatte er nach langer Pause wenig jüngste Solo-Praxis.
- F-Schlepp + Streckenflug zum Falknisgrat: Der Pilot startete im F-Schlepp ab Schänis und flog einen Streckenflug über die Churfirsten und das Sarganserland; anschließend flog er in rund 2 400 m AGL Richtung Falknisgrat.
- Auffrischende Föhnturbulenz: Am späten Nachmittag frischte der Föhn auf — mit starken Südwinden in der Höhe und böigen, turbulenten Bedingungen im Sarganserland und am Falknis.
- Wenig Solo-Praxis nach langer Pause: Der Pilot hatte nach einer langen Pause nur sehr wenig aktuelle Solo-Praxis auf dem Muster, was seine Vertrautheit mit dem Energiemanagement nahe Gelände beeinträchtigte.
- Steigflug direkt zum Hang: Am Falknis wählte der Pilot eine steigende Flugbahn direkt auf die Bergflanke, um den Hangaufwind zu nutzen — statt mit Energiereserve am Grat entlangzufliegen.
- Fahrt sinkt auf ~75 km/h am Gelände: In den letzten rund 40 Sekunden der Aufzeichnung sank die angezeigte Fahrt allmählich auf etwa 75 km/h nahe am Gelände — ohne Reserve im böigen Föhnstrom.
- Strömungsabriss, keine Korrektur: Aus der geringen Fahrt und der nach oben gerichteten Lage im turbulenten Föhn entstand ein Strömungsabriss; der Pilot konnte die Lage vor dem Hang nicht mehr korrigieren.
- Hangaufprall in ~2 170 m; Pilot tödlich: Die ASW 28-18 schlug an einem steilen, mit Gras und Fels bewachsenen Hang nahe dem Westende der Falknistürme in etwa 2 170 m auf und wurde zerstört. Der Pilot wurde tödlich verletzt.