DG-300 Elan überzieht in enger tiefer Hangkurve
Der Pilot einer DG-300 Elan wurde nahe der Rautialp in Glarus Nord tödlich verletzt, als das Segelflugzeug in einer engen Rechtskurve in geringer Höhe überzog und auf einer Alpweide aufschlug; das Segelflugzeug wurde zerstört. Er war im F-Schlepp ab Mollis gestartet und hatte bei Wageten in rund 2 000 m AGL ausgeklinkt; der lokale Flug verlief zwischen etwa 1 840 und 2 265 m AGL. An der Rautialp folgte er dem Nordgrat in ~2 030 m mit geringem Höhenabstand und leitete eine enge Rechtskurve ein. Beim Überziehen verlor er die Kontrolle; die Höhe reichte zum Abfangen nicht. Auf dem Muster hatte er erst 4:04 h und acht Flüge.
- F-Schlepp + Streckenflug ab Mollis: Der Pilot startete im F-Schlepp ab Mollis und klinkte bei Wageten in rund 2 000 m AGL aus; anschließend flog er einen lokalen Streckenflug zwischen etwa 1 840 und 2 265 m AGL.
- Sehr wenig Erfahrung auf DG-300 Elan: Der Pilot war insgesamt erfahren, hatte aber erst 4 Stunden 4 Minuten und acht Vorflüge auf dem Muster DG-300 Elan, was seine Vertrautheit mit dem Langsamflugverhalten dieses Musters einschränkte.
- Nordgrat ~2 030 m, geringer Höhenabstand: Im Bereich der Rautialp folgte der Pilot dem Nordgrat in etwa 2 030 m AGL — mit geringem Höhenabstand zur darunter liegenden, moderat geneigten Alpweide.
- Enge Rechtskurve in geringer Höhe: Gegen 15:17 Uhr leitete der Pilot entlang des Nordgrats der Rautialp eine enge Rechtskurve in geringer Höhe über dem Grat ein.
- Strömungsabriss und Kontrollverlust: Die enge Tiefkurve führte vermutlich zum Strömungsabriss; der Pilot konnte die Kontrolle nicht mehr halten. Die verbleibende Höhe reichte zum Abfangen nicht aus.
- Aufprall auf Alpweide; tödlich verletzt: Unkontrolliert schlug die DG-300 Elan auf einer moderat geneigten Alpweide der Rautialp auf. Der Pilot wurde tödlich verletzt, das Segelflugzeug zerstört; geringer Flurschaden.