Windenstart: nicht verriegelte Bremsklappen lassen ASK 23 B aufschaukeln
Ein Flugschüler verlor in Amlikon bei einem Windenstart die Kontrolle über eine ASK 23 B; er blieb unverletzt, das Segelflugzeug wurde schwer beschädigt. Während der Startcheckliste klinkte er auf das Zeichen des Fluglehrers das Seil ein, setzte die Liste fort und übersprang das Verriegeln der Bremsklappen. Beim Anziehen des Seils fuhren die Bremsklappen selbsttätig aus. Die ASK 23 B hob ab, sank zur Graspiste zurück und schaukelte sich in vier Bodenberührungen bis auf 3 m AGL auf. Der Flugschüler klinkte aus; die ASK 23 B kam am linken Rand der Piste 27 mit gebrochener Rumpfröhre vor dem Seitenleitwerk zum Stehen.
- Solo-Windenstart Piste 27, ASK 23 B: Am 6. Oktober 2012 um 11:50 Uhr begann ein Flugschüler auf dem Flugfeld Amlikon einen Windenstart von Piste 27 mit einer ASK 23 B — sein erster Flug auf einem Einsitzer.
- Punkt «Bremsen» übersprungen: Beim Abarbeiten der Startcheckliste unterbrach der Schüler, um das Windenseil einzuhängen, und setzte danach beim Punkt «Piste» fort, wobei er den Punkt «Bremsen» übersprang.
- Bremsklappen fahren selbsttätig aus: Sobald die Winde zog, drückte die aerodynamische Last die nicht verriegelten Bremsklappen auf; weder der Schüler noch der Fluglehrer bemerkten dies während des Starts.
- Vier Bodenberührungen bis 3 m AGL: Kurz nach dem Abheben schlug das Segelflugzeug viermal mit zunehmender Schwingung auf die Piste, zuletzt aus rund 3 m AGL, bevor es mit etwa 30° Nase-tief-Lage auf dem Bugrad aufschlug.
- Flugschüler klinkt aus: Nach der ersten Bodenberührung empfand der Schüler den Start als ungewöhnlich und klinkte das Windenseil aus; der Windenfahrer stoppte den Motor, sobald er das Seil erkannte.
- Rumpf vor Seitenleitwerk gebrochen: Die ASK 23 B kam rund 270 m nach dem Startpunkt zum Stehen; der Rumpf brach vor dem Seitenleitwerk und Höhenruder sowie Haube wurden beschädigt, der Schüler blieb unverletzt.