Frontale Kollision: SZD Junior und Cessna 150L im Luftraum G bei tiefer Sonne
Eine SZD-51-1 Junior und eine Cessna 150L kollidierten frontal im Luftraum G südlich von Leicester; der Pilot der Junior wurde tödlich verletzt, die Junior wurde zerstört. Die Cessna landete in Leicester mit erheblichem Flügelspitzenschaden. Aus der Junior lag die Cessna in der tiefen Sonne; im Motorflugzeug beobachtete der Fluglehrer nach rechts, während der Flugschüler die Leicester-Frequenz einstellte. Beide Besatzungen erfassten den jeweils anderen zu spät zum Ausweichen. Die rechte Flügelspitze der Cessna trennte die linke Außentragfläche der Junior ab; die Junior stürzte taumelnd zu Boden.
- Flugzeugschlepp — Platzflug: Das Segelflugzeug startete per Flugzeugschlepp von Husbands Bosworth, klinkte auf etwa 1.130 m aus und flog anschließend lokal in ruhigem, weitgehend geradem Flug bei langsam sinkender Flughöhe.
- Funkgerät außer Betrieb: Vor dem Flug stellte der Pilot fest, dass das Bordgerät keinen Empfang hatte. Er akzeptierte den Defekt für einen Platzflug und hatte daher während des gesamten Fluges keine Sprechfunkverbindung.
- Tiefe Sonne, eingeschränkte Sicht: Einweisungen und andere Piloten wiesen auf schlechte Sicht in Richtung der tief stehenden Sonne hin. Im Flug war die Sicht in dieser Richtung tatsächlich eingeschränkt, was das Sehen-und-Ausweichen für alle Luftfahrzeuge im Bereich erschwerte.
- Hohe Verkehrsdichte: Mehrere Leichtflugzeuge und ein Hubschrauber operierten in der Nähe von Husbands Bosworth und auf Strecken nach Leicester, was eine vergleichsweise hohe Verkehrsdichte in der Umgebung des Segelflugzeugs erzeugte.
- Entgegengesetzte Kurse: Nach dem Rechtskurs auf etwa 220° in rund 810 m befand sich das Segelflugzeug auf Kollisionskurs mit der nach Norden fliegenden Cessna 150L bei einer Annäherungsgeschwindigkeit von etwa 220 km/h.
- Späte Sichtung, Kollision: Keiner der Piloten sah das andere Luftfahrzeug rechtzeitig für ein wirksames Ausweichen. Trotz eines Ausweichimpulses der Cessna in letzter Sekunde kollidierten beide Maschinen auf etwa 790 m MSL; der Aufprall traf den linken Flügel des Segelflugzeugs.
- Absturz — Pilot tödlich verletzt: Nach dem strukturellen Versagen des linken Flügels ging das Segelflugzeug in einen steilen, taumelnden Sinkflug über und traf den Boden. Der Pilot wurde tödlich verletzt, das Luftfahrzeug zerstört.