Klasse-E-Annäherung: Geschäftsreiseflugzeug taucht 7 m unter Schleppzug durch
Östlich von Langenthal näherten sich im Luftraum der Klasse E eine Cessna 525 nach Instrumentenflugregeln und ein VFR-Schleppzug — eine ASK 21 hinter einer Robin DR 400 — bis auf 370 m horizontal und 7 m vertikal an. Niemand wurde verletzt. Die Cessna stieg ab Grenchen auf der SID WIL 7V mit Autopilot Richtung FL80. Bei ungenügender Luftraumüberwachung sah der Kommandant einen Verkehrshinweis auf der TCAS-Anzeige ohne akustische Warnung, erfasste den Schleppzug und unterflog ihn. Die Abflugkarte erwähnte den Klasse-E-Luftraum nach Verlassen der Kontrollzone nicht.
- Schlepp Zweisimmen→Olten, Klasse E: Eine ASK 21 startete im Schlepp von Piste 35 in Zweisimmen zu einem VFR-Flug nach Olten. Der Schleppzug flog nordostwärts im Luftraum E, steigend Richtung FL 80.
- Karte ohne Klasse-E-Hinweis ab CTR: Auf der Abflugkarte für Grenchen fehlte ein Hinweis, dass die SID nach dem Verlassen der Kontrollzone in den unkontrollierten Luftraum E führt.
- Autopilot, Luftraum kaum überwacht: Um 10:10 UTC hob die Cessna 525 IFR ab Grenchen ab, freigegeben auf FL 80. Bei eingeschaltetem Autopiloten überwachte die Besatzung den Luftraum E ungenügend auf VFR-Verkehr.
- TCAS-Symbol ohne akustische Warnung: Der Kommandant nahm nach Erreichen der Reiseflughöhe einen gelben Verkehrshinweis wahr, ohne akustische Warnung; kurz darauf erkannte die Besatzung den Schleppzug voraus.
- Kommandant unterfliegt Schleppzug: Der Kommandant schaltete den Autopiloten aus und tauchte unter der Schleppkombination durch. Der Schlepppilot sah den Jet nie; die Segelflugpilotin sah ihn unter ihrem Flügel.
- 7 m × 370 m, alle landen sicher: Der geringste Abstand zwischen Cessna und Schleppflugzeug betrug 0.2 NM (≈370 m) horizontal und 25 ft (≈7 m) vertikal. Alle drei landeten ohne Schaden.