Pilot überzieht Janus CM beim Überfliegen einer Stromleitung in Außenlandung
Ein Janus CM Motorsegler wurde bei einer Außenlandung schwer beschädigt, nachdem das Klapptriebwerk halbausgefahren blockierte; Pilot und Passagier unverletzt. Nach Wetterumleitung nach Camphill und ~90 min Hangflug wollte der Pilot das Triebwerk für den Rückflug ausfahren; es ließ sich nicht verriegeln und blockierte halbausgefahren mit höherem Widerstand. Er wählte ein steigendes Feld, sah aber spät eine Stromleitung im Anflug und überflog sie statt umzuplanen; dabei überzog er den Janus, der ~6 m ins Feld fiel — Bug leicht, Leitwerk schwer beschädigt. Ein fehlender Spannstift an der Triebwerksspindel hatte den oberen Drehbolzen gelöst.
- Hangflug am Camphill: Ursprünglich Saltby-Long Mynd geplant, erfolgte wegen Wetterverschlechterung eine Umleitung nach Camphill, wo der Pilot ~90 Minuten Hangflug machte, bevor er das Triebwerk ausfahren wollte.
- Triebwerk verriegelt nicht ausgefahren: Beim Ausfahren ließ sich das Triebwerk nicht vollständig herausfahren und verriegeln; der Rückholversuch ließ es halbausgefahren blockieren, der Segler war nicht mehr heimzufliegen.
- Spannstift-Verlust an Triebwerksspindel: Der Spannstift am oberen Spindelende war herausgefallen und später im Rumpf gefunden worden; ohne ihn löste sich der Drehbolzen, sodass das Triebwerk nicht mehr verriegelte.
- Auswahl eines Feldes über dem Tal: Der Pilot setzte den Hangflug fort und wählte ein leicht ansteigendes Feld jenseits eines Tals, um gegen den Wind zu landen.
- Stromleitung spät im Endanflug erkannt: Im Endanflug sah der Pilot eine Stromleitung quer zum Anflugweg erst spät und entschied sich, sie zu überfliegen, statt den Anflug neu aufzubauen.
- Pilot überzieht beim Überfliegen: Beim Manöver, um die Stromleitung zu überfliegen, überzog der Pilot den Janus; er fiel etwa 6 m ins Feld.
- Harter Bodenaufprall – ohne Verletzte: Der Janus schlug hart im Feld auf — leichter Bugschaden, Leitwerk vollständig zerstört; Pilot und Passagier unverletzt.