Umkehrkurve nach Seilrissübung im Windenstart endet im Heckaufschlag

Olten Flugplatz (LSPO), Switzerland Alexander Schleicher ASK 21

Bei einer Seilrissübung im Windenstart in Olten wurde eine ASK 21 schwer beschädigt; beide Piloten blieben unverletzt. Der Fluglehrer hatte seit 2003 keinen Windenstart geflogen und nie instruiert; es war der vierte Start des Flugschülers. Nach normalem Steigflug klinkte der Fluglehrer in geschätzten 120–150 m — tatsächlich rund 50 m. Der Flugschüler drückte nach, klinkte zweimal nach und wollte geradeaus landen; der Fluglehrer wies eine Linkskurve an. Bei 45° Kursabweichung wurde die ASK 21 schwammig, die Steuerdrücke fielen ab. Der Fluglehrer übernahm zu spät; das Heck schlug zuerst auf, der Rumpf brach hinter den Flügeln.

  1. Windenkurs, vierter Start: Der Pilot arbeitete auf die Windenstartberechtigung hin und absolvierte während eines zweitägigen Windenstartkurses seinen vierten Windenstart überhaupt.
  2. Fluglehrer: 11 Jahre ohne Winde: Der Fluglehrer war seit 2003 nicht mehr an der Winde gestartet und hatte nie Windenstarts instruiert, obwohl er am Kursmorgen drei Wiedereinführungsstarts absolviert hatte.
  3. Klinken bei ~50 m fehlgeschätzt: Der Fluglehrer klinkte das Windenseil aus und schätzte die Höhe auf 120 bis 150 m AGL, doch ein Beobachter am Boden bezifferte die tatsächliche Klinkhöhe später auf nur rund 50 m.
  4. Pilot drückt nach, will geradeaus: Der Pilot drückte weniger entschlossen nach als erwartet, klinkte sicherheitshalber zweimal nach und flog mit rund 90 km/h geradeaus weiter, um geradeaus zu landen.
  5. Fluglehrer ordnet Umkehrkurve an: Der Fluglehrer beurteilte die Piste als zu kurz und wies den Piloten zur Linkskurve für eine 180°-Umkehr mit Landung in Gegenrichtung an, woraufhin dieser die Kurve einleitete.
  6. Fahrt fällt bei 45° vom Kurs ab: Rund 45° von der Pistenachse weggedreht bemerkte der Fluglehrer zu geringe Fahrt und schwammige Steuerung, übernahm und drückte die Nase steil nach unten, während er stark nach links querte.
  7. Späte Übernahme, Heckaufschlag: Die Steuerdrücke kehrten erst knapp über dem Boden zurück; das Heck schlug zuerst auf, das Höhenleitwerk brach ab, und der Rumpf zerbrach hinter den Tragflügeln, beide blieben unverletzt.
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