Umkehrkurve nach Seilrissübung im Windenstart endet im Heckaufschlag
Bei einer Seilrissübung im Windenstart in Olten wurde eine ASK 21 schwer beschädigt; beide Piloten blieben unverletzt. Der Fluglehrer hatte seit 2003 keinen Windenstart geflogen und nie instruiert; es war der vierte Start des Flugschülers. Nach normalem Steigflug klinkte der Fluglehrer in geschätzten 120–150 m — tatsächlich rund 50 m. Der Flugschüler drückte nach, klinkte zweimal nach und wollte geradeaus landen; der Fluglehrer wies eine Linkskurve an. Bei 45° Kursabweichung wurde die ASK 21 schwammig, die Steuerdrücke fielen ab. Der Fluglehrer übernahm zu spät; das Heck schlug zuerst auf, der Rumpf brach hinter den Flügeln.
- Windenkurs, vierter Start: Der Pilot arbeitete auf die Windenstartberechtigung hin und absolvierte während eines zweitägigen Windenstartkurses seinen vierten Windenstart überhaupt.
- Fluglehrer: 11 Jahre ohne Winde: Der Fluglehrer war seit 2003 nicht mehr an der Winde gestartet und hatte nie Windenstarts instruiert, obwohl er am Kursmorgen drei Wiedereinführungsstarts absolviert hatte.
- Klinken bei ~50 m fehlgeschätzt: Der Fluglehrer klinkte das Windenseil aus und schätzte die Höhe auf 120 bis 150 m AGL, doch ein Beobachter am Boden bezifferte die tatsächliche Klinkhöhe später auf nur rund 50 m.
- Pilot drückt nach, will geradeaus: Der Pilot drückte weniger entschlossen nach als erwartet, klinkte sicherheitshalber zweimal nach und flog mit rund 90 km/h geradeaus weiter, um geradeaus zu landen.
- Fluglehrer ordnet Umkehrkurve an: Der Fluglehrer beurteilte die Piste als zu kurz und wies den Piloten zur Linkskurve für eine 180°-Umkehr mit Landung in Gegenrichtung an, woraufhin dieser die Kurve einleitete.
- Fahrt fällt bei 45° vom Kurs ab: Rund 45° von der Pistenachse weggedreht bemerkte der Fluglehrer zu geringe Fahrt und schwammige Steuerung, übernahm und drückte die Nase steil nach unten, während er stark nach links querte.
- Späte Übernahme, Heckaufschlag: Die Steuerdrücke kehrten erst knapp über dem Boden zurück; das Heck schlug zuerst auf, das Höhenleitwerk brach ab, und der Rumpf zerbrach hinter den Tragflügeln, beide blieben unverletzt.