Ka 6 BR klinkt im F-Schlepp wegen Heckgeräusch in ~5 m aus, Ringelpietz im Raps
Eine Ka 6 BR wurde bei einem Startabbruch im Flugzeugschlepp in Grenchen erheblich beschädigt; der Pilot blieb unverletzt. Er hatte 41 Stunden Gesamterfahrung und 46 Minuten auf dem Muster, alles in den letzten 90 Tagen. Nach normalem Abheben vernahm er ein unbekanntes Geräusch aus dem Heck und klinkte in rund 5 m aus. Die Restpiste reichte nicht; er setzte die Ka 6 BR in einem Rapsfeld hinter dem Pistenende auf. Beim Ausrollen kam es zu einem Ringelpietz, der Rumpfheck, Höhen- und Seitenruder beschädigte. Der Pilot vermutete, das Geräusch sei vom nach dem Abheben noch frei drehenden Heckrad ausgegangen.
- Flugzeugschleppstart ~15:00: Gegen 15:00 Uhr am 24. April 2015 startete der Pilot eine Ka 6 BR im Flugzeugschlepp ab dem Flugplatz Grenchen (LSZG). Der Startlauf und der erste Steigflug verliefen normal.
- 46 min auf Muster, 41 h gesamt: Der Pilot war erst kurz zuvor auf die Ka 6 BR eingewiesen worden und hatte auf diesem Muster nur sehr wenig Flugerfahrung.
- Unbekanntes Geräusch aus dem Heck: Kurz nach dem Abheben vernahm der Pilot aus dem Heckbereich der Ka 6 BR ein ihm unbekanntes Geräusch.
- Ausklinken in ~5 m: Der Pilot deutete das Geräusch als mögliches Problem, brach den Start ab und klinkte das Schleppseil in geschätzt rund 5 m Höhe über Grund aus.
- Restpiste zu kurz für Landung: Nach dem Ausklinken erkannte der Pilot, dass die verbleibende Pistenlänge eine Landung auf der Piste nicht mehr zuließ.
- Außenlandung im Rapsfeld: Der Pilot setzte die Ka 6 BR in einem hinter dem Pistenende gelegenen Rapsfeld auf.
- Ringelpietz; Heck beschädigt: Beim Ausrollen im Feld kam es zu einem Ringelpietz, der Rumpfheck, Höhenruder und Seitenruder beschädigte; der Pilot blieb unverletzt und vermutete das Heckrad als Geräuschquelle.