LS 8-18 kollidiert im Wettbewerb auf 3.000 m mit felsiger Westflanke
Auf einer Wettbewerbsaufgabe verunglückte der Pilot einer LS 8-18 an der felsigen Westflanke des Chlein Seehorn auf rund 2.790 m MSL tödlich; die LS 8-18 wurde zerstört. Er hatte 238 h, davon 27 auf dem Muster, wenig Alpen- und keine Wettbewerbserfahrung. Nach Schlepp ab Schänis zu einer AAT-Aufgabe der Junioren-Schweizermeisterschaft kehrte er vor dem Engadin um und flog erneut zum Chlein Seehorn. Beim Steigversuch an der Westflanke auf etwa 3.000 m MSL prallte die LS 8-18 gegen den Hang und rutschte in eine Geröllhalde. Die Ursache blieb ungeklärt; wenig Alpenflugerfahrung und der ungewohnte Wettbewerb spielten möglicherweise eine Rolle.
- Schlepp ab Schänis 12:14 Uhr: Der Pilot startete im Flugzeugschlepp in Schänis zur ersten Tagesaufgabe der Junioren-Schweizermeisterschaft und klinkte vierzehn Minuten später beim Mattstock aus.
- Geringe Alpenflugerfahrung: Die Alpenflugerfahrung des Piloten war gering; seine Flüge fanden fast ausschliesslich ab Amlikon Richtung Süddeutschland statt, nur selten in die Alpen.
- Erster Wettbewerb: Es war die erste Wettbewerbsteilnahme des Piloten; die ungewohnte Situation erschwerte zusammen mit der geringen Alpenerfahrung möglicherweise die Risikoeinschätzung im Gebirge.
- Defensive Umkehr ins Prättigau: Nach dem Steigen am Älpeltispitz und dem Weiterflug Richtung Engadin kehrte der Pilot Richtung Prättigau um und näherte sich danach zweimal dem Chlein Seehorn auf Höhensuche.
- Steigversuch an der Westflanke: Der Pilot versuchte, an der steilen felsigen Westflanke des Chlein Seehorn auf rund 3000 m Höhe zu gewinnen, nahe der späteren Fundstelle des Wracks.
- Geländekollision, Wrack rutscht ab: Die LS 8-18 prallte gegen die felsige Westflanke, rutschte den steilen Hang hinab und kam in einer Schnee- und Geröllhalde zum Stillstand; der Pilot wurde beim Aufprall getötet.