ASK 21 setzt bei Außenlandung spät auf, überrollt Feld und macht Ringelpietz
Bei einer Außenlandung auf dem Gäsi-Feld bei Näfels wurde eine ASK 21 beschädigt; beide Insassen blieben unverletzt. Nach dem Flugzeugschlepp ab Schänis fand der Pilot westlich keine nutzbaren Aufwinde. Auf dem Rückflug geriet er bei Ziegelbrücke in starke Abwinde und entschied auf rund 800 m MSL, im frisch gemähten Gäsi-Feld außen zu landen. Der Wind erschwerte das Halten der angestrebten 100 bis 110 km/h; die ASK 21 setzte spät auf, überrollte das Feldende sowie die angrenzende Straße und kam nach rund 180° Drehung um die Hochachse zum Stillstand. Der rechte Flügel und das Heck wurden beschädigt.
- Flugzeugschlepp ab Schänis 15:30: Der Pilot startete die ASK 21 am 11. Juli 2015 um 15:30 Uhr im Flugzeugschlepp ab dem Flugfeld Schänis zu einem Passagierflug und flog westlich über Mattstock und Flügenspitz Richtung Arvenbühel auf der Suche nach nutzbaren Aufwinden.
- Starke Abwinde bei Ziegelbrücke: Auf dem Rückflug Richtung Schänis geriet die ASK 21 bei Ziegelbrücke in starke Abwinde; auf rund 800 m/M beurteilte der Pilot einen Rückflug nach Schänis als nicht mehr möglich.
- Entschluss zur Außenlandung Gäsi: Der Pilot drehte nach Süden, informierte den Flugdienstleiter in Schänis und wählte das frisch gemähte und leere Gäsi-Feld für eine Außenlandung in südwestlicher Richtung.
- Anflugtempo im Wind schwer haltbar: Aufgrund des Windes bekundete der Pilot Mühe, die angestrebte Anfluggeschwindigkeit von 100 bis 110 km/h zu halten und den Flugweg für die Landung in südwestlicher Richtung einzuteilen.
- Spätes Aufsetzen, kurzer Bremsweg: Die ASK 21 setzte spät auf dem Feld auf, sodass der verbleibende Bremsweg zu kurz war, um vor dem Ende des gemähten Bereichs zum Stillstand zu kommen.
- Überrollt Feld, 180° Ringelpietz: Die ASK 21 überrollte das Feldende, überquerte die angrenzende Straße und kam dahinter nach einer Drehung um die Hochachse von rund 180° (Ringelpietz) zum Stillstand. Rechter Flügel und Heck wurden beschädigt; beide Insassen blieben unverletzt.