Tiefflug-Tornado kollidiert mit DG 100 im Luftraum E
Bei einem Zusammenstoß mit einem Tornado wurde der Pilot einer DG 100 tödlich verletzt; das Segelflugzeug wurde zerstört, die Besatzung des Tornados blieb unverletzt. Im Tiefflug überholte der Tornado die DG 100 von rechts hinten und zerstörte deren Leitwerk und linke Tragfläche; die DG 100 stürzte fast senkrecht in den Wald. Die Besatzung des Tornados bemerkte das Segelflugzeug erst unmittelbar vor dem Aufprall; vermutlich war es im Anflug nicht erkennbar. Beide flogen VFR im Luftraum E; beitragend war, dass dort schneller militärischer und langsamer ziviler Verkehr gleichzeitig zulässig sind. Der schwer beschädigte Tornado landete sicher.
- Örtlicher Segelflug: Eine DG 100G startete um 13:26 Uhr in Baden-Baden/Oos zusammen mit weiteren Segelflugzeugen zu einem privaten Segelflug im örtlichen Bereich.
- Gemischter Luftraum der Klasse E: Segelflugzeug und Tornado flogen beide nach VFR im unteren Luftraum der Klasse E, in dem langsame zivile Segelflugzeuge und schnelle Militärjets gleichzeitig zugelassen sind.
- Tornado im schnellen Tiefflug: Die Besatzung des Tornados flog einen taktischen Tiefflug entlang Gelände und Sichtmarken und erreichte den Raum Bühlertal mit hoher Geschwindigkeit, während sie voraus nach der nächsten Marke suchte.
- Segelflugzeug zu spät erkannt: Erst unmittelbar vor dem Zusammenstoß bemerkte die Besatzung des Tornados das Segelflugzeug direkt voraus; Zeit und Raum zum Ausweichen blieben nicht.
- Leitwerk und Tragfläche zerstört: Der Tornado prallte von hinten gegen die DG 100G und zerstörte zuerst deren Leitwerk und dann die linke Tragfläche; das Segelflugzeug war sofort nicht mehr steuerbar.
- Fast senkrechter Sturz: Mit zerstörtem Leitwerk und zerstörter Tragfläche stürzte das Segelflugzeug nahezu senkrecht und unkontrolliert zu Boden.
- Aufprall im Wald — tödlich: Die DG 100G schlug bei Hundseck nahezu senkrecht in einem Waldgebiet auf und wurde zerstört; der Pilot des Segelflugzeugs wurde tödlich verletzt.