Grob G103 A überzieht im Endanflug eines Schüleralleinflugs
Ein Flugschüler — 31 h gesamt, unter 30 min Alleinflug auf dem Grob G103 A — wurde im sechsten Alleinflug tödlich verletzt, als das Segelflugzeug im Endanflug Piste 13 überzog, in einen Wald stürzte und zerstört wurde. Nach Windenstart auf 250–300 m drehte er für die Landung in Gegenrichtung ein. Die Bremsklappen blieben eingefahren; die Nase hob sich plötzlich mit leichter Rechtsneigung, das Segelflugzeug kippte über den rechten Flügel ab und stürzte in den Wald. Eine Funkanweisung des Fluglehrers zum Drücken blieb ohne Reaktion. Keine technischen Mängel; Masse und Schwerpunkt im Limit; gesundheitliche Beeinträchtigung nicht ausgeschlossen.
- Schüleralleinflug, Endanflug Piste 13: Sechster Alleinflug: Nach Windenstart auf 250–300 m und Linksplatzrunde flog er rechtsherum zur Landung auf Piste 13, gewählt wegen Schwierigkeiten zuvor mit der Einteilung auf Piste 31.
- Sehr wenig Zeit auf dem Muster: Etwa 31 Flugstunden gesamt, davon ~12 h im Doppelsitzer auf dem Grob G103, aber unter 30 Minuten Alleinflug auf dem Muster; erster Vereinsalleinflug zwei Tage zuvor.
- Bremsklappen eingefahren; Nase hoch: Im Endanflug beobachteten Zeugen, dass die Bremsklappen weiterhin eingefahren waren, als die Nase plötzlich mit leichter Rechtsneigung hochging.
- Keine Reaktion auf Funkanweisung: Der Fluglehrer am Boden wies den Flugschüler über Funk an, die Nase zu drücken; eine sichtbare Steuerreaktion blieb aus.
- Strömungsabriss über rechten Flügel: Das Segelflugzeug kippte über den rechten Flügel ab, tauchte kurz auf etwa 20 m AGL überzogen wieder auf und stürzte erneut nach vorn ab.
- Absturz – tödlich: Das Segelflugzeug schlug im Wald vor Piste 13 auf, der linke Flügel wurde abgetrennt; es prallte zunächst in Rückenlage auf und kam zerstört zum Stillstand, der Pilot tödlich verletzt.