SZD-30 Pirat startet im Windenstart mit nicht angeschlossenen Querrudern
Ein Flugschüler einer SZD-30 Pirat wurde leicht verletzt, nachdem das Flugzeug am Windenseil ohne angeschlossenes Querruder startete und bei der Außenlandung mit Flügelaufschlag und Drehung um die Hochachse aufprallte; Flugzeug zerstört. Eine Kontrolle wegen schwergängiger Bremsklappen hatte den Anschluss offen gelassen, in der Vorflugkontrolle unbemerkt. In der Rollphase zog sie nach links, ohne Querruderwirkung; der Schüler stieg bis Ausklinkhöhe und meldete die Störung per Funk. Mit Seitenruder allein hielt er flache Kreise zur Wiese am Platz; kein Notabsprung. Der Anschluss war offen, die Sicherungsnadel lag lose im Rumpf.
- Vorflug nach Bremsklappen-Kontrolle: Beim ersten Start des Tages meldete der Schüler schwergängige Bremsklappen; ein Wart prüfte die Steuerung, ließ den Querruderanschluss im Rumpf offen, unbemerkt bei der Vorflugkontrolle.
- Windenrollen: Linksdrift, kein Querruder: Beim Windenstart auf Startbahn 12 bemerkte der Schüler in der Rollphase eine Linkslage und gab Gegenquerruder — keine Reaktion; die Versetzung wurde auch vom Boden gemeldet.
- Bis Ausklinkhöhe gezogen; Funkmeldung: Die Entscheidung, bis zur Ausklinkhöhe zu steigen, war richtig; nach dem Ausklinken meldete der Schüler die Störung per Funk, konnte Bodenhinweise aber nicht aufnehmen und sprang nicht ab.
- Flach mit Seitenruder zur Wiese: Mit Seitenruder allein hielt er die Pirat in flachen Kreisen und näherte sich einer Wiese neben dem Flugplatz, mit Steuerung beschränkt auf Hoch- und Hochachse.
- Flügelberührung; Drehung um Hochachse: Bei der Außenlandung berührte die Schräglage den Tragflügel zu früh; das Flugzeug wurde um die Hochachse geschleudert und schlug unkontrolliert auf. Zerstört, Schüler leicht verletzt.