Rechte Tragfläche an LO 100 bricht im Kunstflugtraining ab
Der Pilot einer LO 100 wurde leicht verletzt, nachdem die rechte Fläche im Kunstflugtraining vor Wettbewerb versagte; er stieg auf 80-100 m AGL aus und landete am Rettungsfallschirm, Flugzeug zerstört. Nach Ausklinken auf 1.200 m AGL flog er die Aufsteigerklasse: Trudelumdrehung mit 3/4 Looping in Rückenlage, dann 45°-Bahnneigung mit halber Rolle in Normallage — im Abfangbogen brach die rechte Fläche. Trümmer auf ~300 m verstreut; g-Messer zeigte +7,2 g Spitze. Abflugmasse 280 kg gegen 245 kg Kunstflug-Limit — schon das Körpergewicht überstieg die Grenze. Vorschaden am Holm nicht auszuschließen; Ursache nicht eindeutig.
- Kunstflugtraining vor Wettbewerb: Der Pilot startete im F-Schlepp zu einem Trainingsflug vor dem Kunstflugwettbewerb, bei Wolkenbasis um 1.200 m AGL; er meldete später starke Böen vor dem Unfall.
- Kunstflug-Massengrenze überschritten: Pilotengewicht, Leermasse und Rettungsfallschirm ergaben eine Abflugmasse von 280 kg gegen 245 kg Kunstflug-Höchstmasse — schon das Körpergewicht allein überstieg dieses Limit.
- Vorschaden am Holm nicht auszuschließen: Das Flugzeug war 1999 bei einem Landeunfall beschädigt worden; die Tragflächenkontrolle danach war mangelhaft. Ein innerer Holmschaden daraus konnte nicht ausgeschlossen werden.
- Abfangbogen nach Abwärtsrolle: Nach Ausklinken auf 1.200 m AGL flog der Pilot eine Trudelumdrehung mit 3/4 Looping in den Rückenflug, dann 45°-Bahnneigung mit halber Rolle. Ein Zeuge sah die Bahn flacher als vorgesehen.
- Rechte Tragfläche bricht; +7,2 g Spitze: Die rechte Tragfläche brach im Abfangbogen; Trümmer lagen bis ~300 m entfernt verstreut. Der Beschleunigungsmesser zeigte +7,2 g, über dem Betriebslimit um Faktor 1,37, im Sicherheitsfaktor.
- Ausstieg auf 80-100 m AGL; gerettet: Rumpf, Flügel und Leitwerk prallten auf eine Betonfläche; der Pilot stieg auf 80-100 m AGL aus und landete sicher, nur mit Schürfwunden. Faktoren waren Übermasse und eine Böe.