Lehrer überzieht ASK 21 beim späten Ausleiten eines Seitengleitfluges in 8-10 m
Beide Insassen einer ASK 21 wurden schwer verletzt, als der Fluglehrer das Segelflugzeug beim Ausleiten eines Seitengleitfluges in 8-10 m AGL überzog; Segelflugzeug schwer beschädigt. Nach erfolgloser Thermiksuche steuerte der Schüler zur Landung; der Fluglehrer schätzte die Höhe als zu hoch ein, übernahm die Steuerung und leitete in 40-50 m AGL einen Seitengleitflug ein. Er beendete ihn zu tief; beim Ausleiten ging die Nase höher als in Normallage, die Fahrt fiel ab, das Nachdrücken kam zu spät. Das Segelflugzeug fiel aus ~5 m in waagerechter Lage auf das Hauptfahrwerk, sprang ~100 m weit und prallte erneut mit dem Bugrad auf.
- Camp-Schulungsflug; Thermiksuche: Niederländisches Fliegerlager am Flugplatz Rudolstadt; Windenstart einer ASK 21 um 12:54 Uhr mit Fluglehrer und Flugschüler; nach erfolgloser Thermiksuche steuerte der Schüler zur Landung.
- Lehrer schätzt Höhe als zu hoch ein: Der Fluglehrer schätzte den Anflug des Schülers als zu hoch ein und übernahm die Steuerung, um eine lange Landung zu vermeiden.
- Seitengleitflug in 40-50 m eingeleitet: Der Fluglehrer leitete in 40-50 m AGL einen Seitengleitflug ein, um überschüssige Höhe abzubauen.
- Ausleiten in 8-10 m; überzogen: Der Seitengleitflug wurde erst in 8-10 m AGL ausgeleitet; die Fahrt fiel ab, und das Segelflugzeug geriet in einen überzogenen Flugzustand. Nachdrücken half in dieser Höhe nicht mehr.
- Sturz aus 5 m; 100 m weiter Bugrad-Stoß: Das Segelflugzeug fiel aus ca. 5 m in waagerechter Lage auf das Hauptfahrwerk, sprang weiter und prallte rund 100 m später mit dem Bugfahrwerk zuerst und leichter Längsneigung auf.
- Beide schwer verletzt; schwere Schäden: Beide Insassen wurden schwer verletzt, das Segelflugzeug schwer beschädigt. Der Fluglehrer leitete den Seitengleitflug zu niedrig aus und geriet in einen unbeherrschbaren Strömungsabriss.