Schwingbruch im Propellermast unterbricht DG-400-Eigenstart; Außenlandung im Kornfeld
Eine DG-400 wurde leicht beschädigt, nachdem im Anfangssteigflug ab Jesenwang die hintere Stützplatte des Propellermasts an beiden Flanschen durch Schwingbruch versagte; der Pilot drosselte auf Leerlauf und landete in einem 80 cm hohen Kornfeld ~2,4 km NW. Beim Aufsetzen tauchte die rechte Flügelspitze tiefer in das Getreide ein als die linke und das Segelflugzeug machte einen Ringelpietz nach rechts. Pilot unverletzt. Risse setzten an der Oberfläche neben den Unterlegscheiben an; ~90-97 % der Bruchfläche waren Schwingbruch. Eine geeignete Sichtprüfung war nicht vorgeschrieben. Empfehlung: Neukonstruktion und Nachrüstung der Mastverbindung.
- Privater Eigenstart ab Jesenwang: Der Pilot startete die DG-400 im Eigenstart um 12:30 Uhr auf Piste 25 in Jesenwang zu einem privaten Rundflug, bei VFR-Wetter mit leichtem Wind aus West.
- Starkes Rütteln vor dem Querabflug: Der Steigflug verlief normal; kurz vor dem Eindrehen nach links verspürte der Pilot starkes Rütteln aus dem Antriebsbereich, drosselte auf Leerlauf und kehrte rechtsdrehend nach EDMJ zurück.
- Schwingrisse in der Maststützplatte: Die hintere Stützplatte des Propellerauslegers versagte an beiden Flanschen kurz nacheinander, überwiegend durch Schwingbruch; eine Rissprüfung dafür war nicht vorgeschrieben.
- Außenlandeentscheid: Kornfeld 2,4 km NW: Da der Pilot den Flugplatz nicht sicher erreichen zu können meinte, wählte er ein hohes Kornfeld nordwestlich davon und landete gegen den Wind mit ausgefahrenem Antrieb.
- Flügel im Getreide; Ringelpietz rechts: Beim Aufsetzen tauchte der rechte Tragflügel tiefer in das 80 cm hohe Getreide ein als der linke und zwang das Segelflugzeug in eine Rechtsdrehung um die Hochachse; leichter Flurschaden.
- Pilot unverletzt; leichte Schäden: Der Pilot blieb unverletzt; Antrieb und Fahrwerk erlitten Schäden, die eine größere Reparatur erforderten, doch die Struktur blieb unversehrt. Die Klassifizierung lautete leicht beschädigt.