Pilot überzieht Ventus CT im Windenstart: zu steile Lage bei geringer Schleppfahrt
Der Pilot eines Ventus CT wurde tödlich verletzt, als er im Anfangssteigflug des Windenstarts in ~30 m AGL überzog; der Ventus kippte über die linke Tragfläche ab, schlug ~316 m von der Schwelle entfernt auf und wurde zerstört. Der Pilot — 748 h gesamt, 25 Starts auf Muster — flog seinen zweiten Windenstart des Tages; der erste ~80 min früher war unauffällig. Zeugen beobachteten die Schleppfahrt der Winde als auffallend gering; der Pilot behielt die steile Steigfluglage bei. Die Höhe reichte nicht zur Ausleitung. Flimmern in Bodennähe (~34 °C) könnte die Sicht des Windenfahrers beeinträchtigt haben.
- Zweiter Windenstart des Tages, Piste 07: Zweiter Windenstart des Piloten an diesem Tag auf Piste 07 in Lüsse; der erste rund 80 min früher war unauffällig.
- Hitze; Flimmern in Bodennähe: Umgebung rund 34 °C; Flimmern in Bodennähe könnte die Sicht des Windenfahrers auf das Segelflugzeug beeinträchtigt haben — nicht auszuschließen.
- Schleppfahrt der Winde auffallend gering: Zeugen beobachteten die Schleppfahrt der Winde im Anfangssteigflug als auffallend gering, was den Abstand zur Überziehgeschwindigkeit verringerte.
- Steigfluglage zu steil für Schleppfahrt: Der Pilot stellte und behielt eine Steigfluglage bei, die für die verfügbare Schleppfahrt zu steil war; die Lage wurde nicht reduziert.
- Überziehen und Abkippen in ~30 m AGL: In rund 30 m AGL überzog der Pilot: Der Ventus überschritt den kritischen Anstellwinkel und kippte über die linke Tragfläche ab; die Höhe reichte nicht zur Ausleitung.
- Aufprall 316 m von der Schwelle: Der Ventus prallte mit großer Längsneigung in leichter Rückenlage rund 316 m von der Schwelle und ~50 m links der Mittellinie auf den Boden auf; der Pilot wurde tödlich verletzt, die Zelle zerstört.