Späte, tiefe Außenlandeentscheidung: Ventus C kollidiert mit Zaun im Endanflug
Auf einem Streckenflug ab Langenthal fand der Pilot eines Schempp-Hirth Ventus C keine nutzbaren Aufwinde über den Berner Voralpen. Bei Aeschau auf rund 850 m MSL entschied er sich aus geringer Höhe für eine Außenlandung auf einer gemähten Wiese mit nur sehr kurzem Endanflug. Eine enge 180°-Linkskurve brachte ihn auf Südostkurs. Die Höhe im Endanflug reichte nicht aus, um einen quer verlaufenden Zaun zu überfliegen; der Ventus C prallte gegen den Zaun, wurde abrupt abgebremst und stark beschädigt. Der Pilot wurde leicht verletzt und verließ das Segelflugzeug aus eigener Kraft.
- Streckenflug: Nach dem Schleppstart in Langenthal führte der Pilot einen Strecken-Segelflug in die Berner Voralpen durch, wobei er über mehrere Rücken und Pässe flog, während die Wolkenbasis allmählich absank.
- Kein nutzbarer Aufwind: Südlich des Niederhorns sowie später am Honegg und über dem Emmental fand der Pilot keinen nutzbaren Aufwind und verlor weiter an Höhe.
- Außenlandeentscheidung zu spät, zu tief: Die Entscheidung zur Außenlandung wurde spät getroffen – bei einer verbleibenden Höhe von etwa 850 m MSL im Raum Aeschau – und ließ nur noch begrenzte Zeit und Möglichkeiten für die Wahl einer geeigneten Fläche.
- Kurzes Feld gewählt: Der Pilot wählte eine flache, gemähte Wiese, die trotz sehr kurzem möglichem Endanflugweg am geeignetsten erschien.
- Enge 180°-Kurve: Um auf das gewählte Feld auszurichten, flog der Pilot eine enge 180°-Linkskurve und näherte sich der Wiese in südöstlicher Richtung.
- Zu wenig Höhe für Zaun-Überflug: Im kurzen Endanflug reichte die verbleibende Höhe nicht aus, um einen quer zur Anfluglinie vor der Landefläche verlaufenden Zaun zu überfliegen.
- Aufprall – leichte Verletzung: Der Segler kollidierte mit dem Zaun, wurde abrupt abgebremst und schwer beschädigt; der Pilot erlitt leichte Verletzungen, konnte das Flugzeug jedoch selbstständig verlassen.