ASW 27-18E gerät in enge Steilspirale und schlägt hart auf; Ursache offen
Westlich von Lasham im Vereinigten Königreich verunglückte der Pilot einer Schleicher ASW 27-18E tödlich; das Segelflugzeug wurde zerstört. Er befand sich auf rund 1.200 m MSL im Segelflug und hatte eine Hilfsmotorübung geplant. Die ASW 27-18E begann einen leichten Sinkflug, der in eine enge Linksspirale mit über 36 m/s Sinken überging; Zeugen hörten den Motor stotternd laufen. Sie schlug mit über 190 km/h in einem Maisfeld auf. Technische Mängel wurden nicht festgestellt; der Pilot, erfahren aber erst rund 3 h auf dem Muster, hatte eine kardiale Familienanamnese und kürzlich Herzklopfen — eine Flugunfähigkeit ließ sich nicht ausschließen.
- F-Schlepp und Steigflug: Nach einem unauffälligen F-Schlepp aus Lasham und Ausklinken bei rund 600 m AGL nutzte der Pilot Aufwinde und stieg bis auf etwa 1.200 m, bevor er einen Sinkflug einleitete.
- Übung mit Hilfstriebwerk: Entsprechend seinem Flugplan startete der Pilot in der Segelflugphase kurz vor dem Unfall offenbar das Hilfstriebwerk der ASW zu Übungszwecken.
- Mögliches medizinisches Ereignis: Der Pilot hatte eine familiäre Vorgeschichte mit Herzerkrankungen und meldete zwei Wochen zuvor Herzrhythmusstörungen; eine kardiale Handlungsunfähigkeit im Flug war nicht auszuschließen.
- Unkontrollierter Steilabstieg: Nach dem Triebwerksbetrieb zeigten die Flugdaten eine enger werdende Kurve mit Sinkraten über 36 m/s, was auf Kontrollverlust oder Handlungsunfähigkeit des Piloten hindeutet.
- Nahezu senkrechte Spirale: Bodenzeugen sahen das Segelflugzeug in Nase-tief-Lage spiralend oder steil sinkend mit Triebwerksgeräusch; ein Abfangen war vor dem Verschwinden aus der Sicht nicht erkennbar.
- Aufprall - tödlich: Die ASW schlug nahe Moundsmere mit einer Geschwindigkeit von über 190 km/h auf dem Boden auf und wurde zerstört; der Pilot wurde tödlich verletzt.