Janus C zu hoch im Außenlandeanflug; streift Baum in Umkehrkurve
Bei einer Außenlandung östlich von Rhäzüns wurde der Pilot eines Schempp-Hirth Janus C leicht verletzt, der Passagier blieb unverletzt; der Janus C wurde zerstört. Nach Höhenverlust über der Surselva entschied er sich für ein Feld; rund 200 m südlich verlief eine Hochspannungsleitung, und es herrschte böiger Talwind. Der Anflug geriet zu hoch; der Pilot musste über das Feld hinausfliegen und setzte zu einer Umkehrkurve an. In der Kurve berührte der linke Flügel einen Baum, der Janus C drehte um die Hochachse und schlug auf einem Acker hart auf.
- Alpenquerfluglug: Schempp-Hirth Janus C startete in Locarno mit dem Piloten und einem Passagier (ebenfalls Pilot) zu einem Alpenflug; die Route führte über die Surselva in Richtung Bonaduz und Rhäzüns.
- Kein Aufwind für Rückflug ins Tessin: Über der Surselva wurde die Höhe fortschreitend geringer. Da kein Aufwind für den Rückflug ins Tessin vorhanden war, entschied der Pilot zur Außenlandung auf einem Feld östlich von Rhäzüns.
- Hochspannungsleitung und böiger Talwind: Eine Hochspannungsleitung verlief ~200 m südlich des gewählten Feldes und erschwerte den Anflug. Zum Unfallzeitpunkt herrschte böiger Talwind.
- Anflug zu hoch: Der Anflug war zu hoch; der Pilot musste das Feld überfliegen. Die Anflugtaktik erwies sich als ungeeignet; keine technischen Mängel, keine systemischen Ursachen festgestellt.
- Umkehrkurve für erneuten Anflug: Östlich von Rhäzüns leitete der Pilot eine Umkehrkurve ein, um die Außenlandefläche erneut anzufliegen.
- Linke Fläche streift Baum, Gieren: In der Umkehrkurve berührte die linke Tragfläche einen Baum, woraufhin der Segler um seine Hochachse gierte.
- Harter Aufprall auf gepflügtem Feld: Der Janus C traf hart auf einem gepflügten Feld auf. Der Pilot wurde leicht verletzt; der Passagier (ebenfalls Pilot) blieb unverletzt. Das Segelflugzeug wurde zerstört.