Flugschüler trudelt mit Ka 6CR beim Kurbeln; Trudeln nur theoretisch geschult
Ein Flugschüler wurde tödlich verletzt, als eine Ka 6CR aus ~250 m AGL im Kurvenflug ins Trudeln geriet, nicht ausgeleitet wurde und senkrecht aufschlug; die Ka wurde zerstört. Der Schüler — 40 h gesamt, 6 Starts auf der Ka — startete in Kempten-Durach im Flugzeugschlepp. Nach ~20 min Thermik im Kreis unterschritt er die Mindestfahrt, überzog und ging ins Trudeln. Nach 1–2 Umdrehungen ohne Ausleitung schlug die Ka ~1 km SO auf einer Wiese auf. Die Doppelsitzerschulung war fast komplett auf einer ASK 21 erfolgt, die ohne Heckballast nicht trudelt; er kannte nur Trudelanzeichen, nicht den Flugzustand. Keine technischen Mängel.
- Eigenstart Ka 6CR, Thermikflug allein: Der Flugschüler startete um 12:49 Uhr im Flugzeugschlepp in Kempten-Durach in einer Ka 6CR zu einem Thermikflug in Platznähe; rund 40 h gesamt, 6 Starts auf dem Muster.
- Trudeln-Schulung nur auf ASK 21: Die Doppelsitzerschulung fand außer den ersten zwei Starts auf der ASK 21 statt; ohne Heckballast nicht trudelfähig, kannte der Schüler nur Trudelanzeichen, nie Trudeln oder Ausleitung.
- Geringe Höhe in Platznähe (~250 m AGL): Nach rund 20 min stand die Ka 6CR über dem Platz in etwa 250 m AGL — ausreichend für die Ausleitung nur bei früher Erkennung.
- Mindestfahrt im Kreisflug unterschritten: Im thermischen Kreisflug ließ der Schüler die Fahrt unter die für die Schräglage erforderliche Mindestfluggeschwindigkeit absinken; die Ka überschritt den kritischen Anstellwinkel.
- Ein bis zwei Umdrehungen ohne Ausleitung: Aus dem überzogenen Zustand ging die Ka ins Trudeln; Zeugen beobachteten ein bis zwei Umdrehungen ohne erkennbare Ausleitreaktion.
- Aufprall fast senkrecht, 1 km südöstlich: Die Ka 6CR prallte auf einer Wiese rund 1 km südöstlich von Kempten-Durach fast senkrecht auf; der Schüler wurde tödlich verletzt, die Zelle zerstört, keine technischen Mängel festgestellt.