LS 7 WL kippt nach Kreiswechsel über einen Flügel ab und prallt am Felshang auf

Kreuth, Germany Rolladen-Schneider LS 7 WL

Beim Kreisen in schwacher Thermik am Roßstein bei Kreuth wurde der Pilot einer LS 7 WL tödlich verletzt; das Segelflugzeug wurde zerstört. Nach Flugzeugschlepp ab Königsdorf klinkte er in etwa 2126 m MSL nahe Bad Tölz aus; zwei Thermikversuche brachten keinen Höhengewinn, sodass er den Roßstein nur in etwa 1800 m MSL erreichte. Bei Linkskreisen in geringer Höhe kippte die LS 7 WL nach einem Kreiswechsel über einen Flügel ab und prallte mit starker Längsneigung auf einem etwa 1500 m hoch gelegenen Felshang auf. In den letzten 90 Tagen waren fünf Starts mit 1:29 Stunden geflogen worden; eine Ursache wurde nicht zugeordnet.

  1. F-Schlepp ab Königsdorf: Eine LS 7 WL startete um 12:00 Uhr im Flugzeugschlepp ab Königsdorf zu einem Thermikflug im bayerischen Voralpenland. Der Pilot hatte rund 763 h Gesamterfahrung mit etwa 29 h auf dem Muster; in den letzten 90 Tagen waren fünf Starts mit insgesamt 1:29 Stunden geflogen worden.
  2. Ausklinken bei Bad Tölz: Nach etwa zehn Minuten klinkte der Pilot in rund 2126 m MSL über dem Badria nahe Bad Tölz aus und flog Richtung Kreuther Tal.
  3. Zwei Thermikversuche erfolglos: Auf dem Weg nach Süden versuchte der Pilot zweimal, in Thermik zu steigen, gewann jedoch keine Höhe und erreichte den Roßstein in nur etwa 1800 m MSL — rund 300 m über der späteren Unfallhöhe.
  4. Schwache Thermik am Roßstein: Es herrschten Sichtflugbedingungen mit fast wolkenlosem Himmel und leichtem Wind aus etwa 130 Grad mit rund 5 kt. Die Thermik im Arbeitsraum war schwach.
  5. Linkskreise in schwacher Thermik: Der Pilot setzte in geringer Höhe über dem Roßstein-Grat Linkskreise in der schwachen Thermik an.
  6. Abkippen nach Kreiswechsel: Nach einem Wechsel der Kreisrichtung kippte die LS 7 WL über einen Flügel ab und geriet in geringer Höhe über dem Felshang außer Kontrolle.
  7. Starke Längsneigung im Sinkflug: Im Sinkflug auf den Felshang nahm die LS 7 WL eine stark nach unten gerichtete Längsneigung ein.
  8. Aufprall am Felshang am Roßstein: Die LS 7 WL prallte auf einem etwa 1500 m hoch gelegenen, stark abschüssigen Felshang am Roßstein auf. Das Cockpit wurde beim Aufprall zertrümmert, der Rumpf brach rund 1 m hinter dem Tragflächenverbund ab. Der Pilot wurde tödlich verletzt und das Segelflugzeug zerstört. Die Untersuchung am Luftfahrzeug ergab keine Hinweise auf technische Störungen. Der Bericht wurde summarisch abgeschlossen; eine wahrscheinliche Ursache wurde nicht zugeordnet.
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