Mini Nimbus berührt bei Rückenwind-Außenlandung mit Tragfläche den Boden
Bei einer Außenlandung mit Rückenwind nahe Bad Tölz verunglückte der Pilot eines Mini Nimbus tödlich; das Segelflugzeug wurde zerstört. Nach einem Flugzeugschlepp ab Königsdorf verlor der Pilot auf dem Rückweg den Thermikanschluss und flog aus etwa 80 m AGL eine westlich gelegene Wiese an. Der Anflug erfolgte in Richtung 230° bei Wind aus 050° mit ~15 km/h – direkter Rückenwind. Bodennah versuchte der Pilot eine Richtungsänderung; die linke Tragfläche berührte den Boden, das Segelflugzeug drehte abrupt um die Hochachse und prallte mit der Rumpfspitze hart auf.
- Überlandflug zurück nach Königsdorf: Ein Mini Nimbus war im Schlepp von Königsdorf zu einem Überlandflug bei Penzberg und Bad Tölz gestartet; ohne Thermik im Süden kehrte der Pilot bei guter Sicht nach Norden um.
- Außenlandefeld mit Rückenwind: Aus geringer Höhe wählte der Pilot eine Wiese westlich der Flugrichtung zur Außenlandung; das ~260 m Feld war von Baum- und Buschreihen begrenzt, abschüssig, mit direktem Rückenwind.
- Richtungsänderung dicht AGL: Bodennah versuchte der Pilot eine Richtungsänderung. Dabei bekam die linke Tragfläche Bodenberührung, und das Segelflugzeug geriet in eine abrupte Drehbewegung um die Hochachse.
- Bugaufprall und Umkehr der Endlage: In der Drehbewegung prallte der Mini Nimbus mit der Rumpfspitze hart auf den Boden und kam entgegengesetzt zur Anflugrichtung zum Stehen; die Kabine wurde zertrümmert.
- Pilot tödlich verletzt: Der Pilot erlag seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus. Der Mini Nimbus wurde zerstört.