Notfall-Fallschirmabsprung der DG 600 nach Steuerproblemen bei Oberpfaffenhofen
Am 23. September 2007 hatte eine DG Flugzeugbau DG 600 kurz nach einem Windenstart in Oberpfaffenhofen, Deutschland, Steuerprobleme. Zeugen beobachteten unregelmäßige Flugbewegungen, woraufhin der Pilot die Haube abwarf und das Flugzeug sicher mit einem Fallschirm verließ. Das Segelflugzeug stürzte anschließend auf eine Containergarage und erlitt erhebliche Schäden. Der Pilot blieb unverletzt. Eine Untersuchung ergab eine mögliche Fehlmontage der Höhenrudersteuerung, die bei den Vorflugkontrollen erkennbar war.
- Windenstartsteigflug: Gegen 12:05 Ortszeit begann die DG 600 einen Windenstart ab Oberpfaffenhofen nach dem Rüsten und einem gemeldeten Rudercheck.
- Abnormale Höhenruderwirkung: Unmittelbar nach dem Ausklinken bemerkte der Pilot, dass sich das Segelflugzeug im Längskanal „wachsweich“ anfühlte und eine normale Steuerung nicht möglich war.
- Fehlerhafte Höhenruderverbindung: Die Untersuchung ergab, dass die automatische Höhenruderverbindung in einer fehlerhaften Position eingerastet werden kann, die nur eingeschränkte Höhenruderwirkung erlaubt — ein Zustand, der beim Rudercheck hätte erkannt werden können.
- Instabile Fluglage: Zeugen beobachteten nach dem Ausklinken pump- und schwingartige Flugbewegungen des Segelflugzeugs, die auf fortschreitenden Verlust der kontrollierten Fluglage hindeuteten.
- Pilot springt ab: Der Pilot warf die Haube ab und verließ das Segelflugzeug; er landete unverletzt am Fallschirm.
- Bruch; kein Verletzter: Das unbemannte Segelflugzeug schlug auf dem Dach eines Containergebäudes nahe der Windenposition auf und wurde stark beschädigt. Der Pilot blieb unverletzt.