Kranich III trudelt nach Strömungsabriss im niedrigen Kreisflug
Beide Insassen einer Kranich III kamen bei einem Strömungsabriss im niedrigen Kreisflug nahe Wächtersberg-Hub ums Leben; das Segelflugzeug wurde zerstört. Nach unauffälligem Windenstart segelte die Kranich III in 200-250 m AGL und kehrte zum Platz zurück. Im Gegenanflug aus etwa 120 m AGL kreiste sie weiter, statt zur Landeeinteilung auszurollen. Zeugen beschrieben die Fluggeschwindigkeit im Kurvenflug als zu gering; das Segelflugzeug kippte über den Flügel ab, geriet ins Trudeln und prallte fast senkrecht in den Wald. Ursache war eine zu geringe Fluggeschwindigkeit ohne Höhenreserve zum Ausleiten; technische Mängel lagen nicht vor.
- Windenstart, lokaler Segelflug: Der Pilot startete im Windenschlepp von Piste 07 mit einem weiteren Insassen hinten, kreiste danach an einem Hang südwestlich des Platzes in 200-250 m AGL und flog nach Osten zurück.
- Geringe Musterzeit; Steuer hinten ein: Der hintere Steuerknüppel war nicht ausgebaut; der Insasse hinten besaß einen Schein für Motorsegler, sodass eine Steuereingabe vom hinteren Sitz nicht ausgeschlossen werden konnte.
- Niedriges Kreisen im Gegenanflug: Aus Süden erreichte das Segelflugzeug den Gegenanflug in etwa 120 m AGL; der Pilot meldete die Landung per Funk, doch Zeugen sahen, dass es aus geringer Höhe weiterkreiste statt einzudrehen.
- Zu langsam im Kurvenflug: Zeugen beschrieben die Fluggeschwindigkeit im Kurvenflug als zu gering. Die für die Schräglage erforderliche Geschwindigkeit wurde unterschritten und es kam zum Strömungsabriss.
- Strömungsabriss, Trudeln aus ~120 m: Aus geringer Höhe kippte das Segelflugzeug über einen Flügel ab und ging in eine trudelartige Bewegung über; die verbleibende Höhe reichte zum Ausleiten nicht mehr aus.
- Beide tödlich verletzt; zerstört: Das Segelflugzeug prallte fast senkrecht in einen ~25 m hohen Baumbestand und schlug mit der Rumpfspitze auf den Waldboden. Beide Insassen wurden tödlich verletzt; Mängel lagen nicht vor.