Querruder nicht angeschlossen: Pilot klinkt früh aus, kollidiert mit Baum

Baden-Oos, Germany Rolladen-Schneider LS3-A

Am 10. Juni 2003 verunglückte der Pilot einer LS3-A nahe Baden-Oos tödlich; das Segelflugzeug wurde zerstört. Er hatte das Flugzeug am Morgen mit Helfern aufgerüstet und startete um 12:57 Uhr im Schlepp auf Piste 22. Nach normalem Steigflug klinkte er in 50-80 m Höhe ohne Angabe von Gründen aus und meldete dies über Funk. Beim Eindrehen nach rechts wurde die Bahnkurve immer steiler, bis die rechte Tragfläche in 5-7 m einen Baum streifte. Beide L'Hotellier-Verschlüsse der Querruder wurden ungesichert und unverformt vorgefunden — sie waren vor dem Start nie verbunden. Rechts querab lag in 60-80 m eine geeignete Grünfläche.

  1. Pilot rüstet auf, Schlepp 12:57 Uhr: Der Pilot rüstet seine LS3-A am Morgen mit Helfern bei der Tragflächenmontage auf und startet um 12:57 Uhr im Flugzeugschlepp auf der Piste 22 in Baden-Oos. Der Anfangssteigflug hinter dem Schleppflugzeug verläuft normal.
  2. Beide L'Hotellier-Verschlüsse offen: Die L'Hotellier-Verschlüsse beider Querruder müssen vor dem Flug angeschlossen und mit Sicherungsklammern gesichert werden. Nach dem Unfall sind beide Anschlüsse ungesichert, unbenutzt und unverformt und zeigen keine Anzeichen einer gewaltsamen Öffnung. Die Querruder sind vor dem Start nie mit der Ansteuerung im Rumpf verbunden; die Voll-und-frei-Prüfung deckt dies nicht auf.
  3. Frühes Ausklinken in 50-80 m: In etwa 50 bis 80 m Höhe über Grund, am Ende des Flugplatzes, klinkt der Pilot selbstständig aus und meldet 'Ausgeklinkt' über Funk, ohne Gründe zu nennen. Schlepppilot und Flugleitung bestätigen den Funkspruch.
  4. Eindrehen rechts, Bahn versteilt: Nach dem Ausklinken dreht der Pilot nach rechts ein. Ohne wirksame Querruder kann er die Querneigung nur mit dem Seitenruder beeinflussen; die Bahnkurve wird zunehmend steiler.
  5. Rechte Fläche trifft Baum in 5-7 m: Etwa 200 m hinter der Landeschwelle 04, im baumbestandenen Bereich eines Baumschulengeländes, kollidiert die rechte Tragfläche in 5 bis 7 m Höhe mit einem Baum. Der rechte Außenflügel bricht auf, Teile der Rudergestänge werden herausgerissen.
  6. Drehung, Aufschlag mit Bug voran: Nach der Baumberührung dreht sich das Luftfahrzeug und stürzt mit dem Bug seitlich voran zu Boden. Der Rumpf bricht an zwei Stellen, die Cockpitschale platzt auf. Der Pilot erleidet schwere Verletzungen und verstirbt wenige Stunden später in der Stadtklinik. Rechts querab des Aufschlagortes liegt in 60 bis 80 m eine geeignete Grünfläche eines ehemaligen Sportgeländes.
Loading incidents...
Select Incident
Select Report
Filter
0/0
Incident year
1997 2024
Sort By
Search
0/0
Preferences
Save preferences locally
Enable map view
Language
Theme
About

gliderincidents.com gathers and lists soaring incident reports from official sources. The sources are indicated and linked. These reports are amended by summaries, metadata and translations, some of which have been generated utilizing machine learning (AI). You shouldn't trust the information provided here blindly, and consider reading the official incident report as a fact-check.

OR AND
Flight Phase
Circumstance
Severity Levels
Countries

Please describe what information is incorrect or needs review:

Bookmarked