Querruder nicht angeschlossen: Pilot klinkt früh aus, kollidiert mit Baum
Der Pilot einer LS3-A verunglückte nahe Baden-Oos tödlich; das Segelflugzeug wurde zerstört. Er hatte das Flugzeug am Morgen mit Helfern aufgerüstet und startete um 12:57 Uhr im Schlepp auf Piste 22. Nach normalem Steigflug klinkte er in 50-80 m Höhe ohne Angabe von Gründen aus und meldete dies über Funk. Beim Eindrehen nach rechts wurde die Bahnkurve immer steiler, bis die rechte Tragfläche in 5-7 m einen Baum streifte. Beide L'Hotellier-Verschlüsse der Querruder wurden ungesichert und unverformt vorgefunden — sie waren vor dem Start nie verbunden. Rechts querab lag in 60-80 m eine geeignete Grünfläche.
- Pilot rüstet auf, Schlepp 12:57 Uhr: Der Pilot rüstete seine LS3-A am Morgen mit Helfern auf und startete um 12:57 Uhr im Schlepp auf Piste 22 in Baden-Oos; der Anfangssteigflug hinter dem Schleppflugzeug verlief normal.
- Beide L'Hotellier-Verschlüsse offen: Beide L'Hotellier-Verschlüsse der Querruder waren unverbunden, unverformt und ohne Anzeichen gewaltsamer Öffnung; die Vorflugkontrolle bemerkte die fehlende Verbindung zur Steuerung nicht.
- Frühes Ausklinken in 50-80 m: In etwa 50 bis 80 m Höhe über Grund, am Ende des Flugplatzes, klinkte der Pilot selbstständig aus und meldete dies über Funk, ohne einen Grund zu nennen.
- Eindrehen rechts, Bahn versteilt: Nach dem Ausklinken dreht der Pilot nach rechts ein. Ohne wirksame Querruder kann er die Querneigung nur mit dem Seitenruder beeinflussen; die Bahnkurve wird zunehmend steiler.
- Rechte Fläche trifft Baum in 5-7 m: Etwa 200 m hinter Landeschwelle 04, in einem Baumschulengelände, kollidierte die rechte Tragfläche in 5-7 m Höhe mit einem Baum; der Außenflügel brach auf, Gestängeteile rissen heraus.
- Drehung, Aufschlag mit Bug voran: Nach dem Baumkontakt drehte sich das Luftfahrzeug und schlug mit dem Bug seitlich auf; der Rumpf brach an zwei Stellen, die Cockpitschale platzte auf. Der Pilot erlitt tödliche Verletzungen.