Discus 2b überzieht nach Windenstart ohne Flächenmann
Kurz nach einem Windenstart in Hoya erlitt der Pilot eines Discus 2b einen Strömungsabriss; er wurde schwer verletzt, das Segelflugzeug zerstört. Ohne Helfer startete der Pilot allein und legte den rechten Flügel auf eine ~50 cm hohe Klappbank — die Flügel ließen sich nicht waagerecht ausrichten. Bei böigem Seitenwind von rechts (Spitzen ~33 km/h) rollte der Discus 2b nach dem Abheben um die Längsachse nach rechts und kippte aus geringer Höhe ab; ~100 m von der Startstelle entfernt prallte er in Rückenlage auf. Ursache war ein Steigflug unterhalb der Überziehgeschwindigkeit, begünstigt durch die einseitige Flügelauflage und den Seitenwind.
- Windenstart von Grasbahn Piste 12: Der Segler wurde für einen Windenstart auf der Grasbahn für einen geplanten Streckenflug vorbereitet; entgegen der Planung wurde am Wrack kein Wasserballast festgestellt.
- Böiger Seitenwind von rechts: Der Bodenwind an der Startstelle kam böig aus Ost mit Spitzen um 33 km/h; bei der Pistenausrichtung 120° ergab sich daraus ein Seitenwind von rechts beim Anrollen.
- Kein Flächenmann; Flügel auf Bank: Da kein Helfer verfügbar war, startete der Pilot ohne Flächenmann; der rechte Flügel lag auf einer Klappbank, was eine Rechtslastigkeit erzeugte.
- Rechtsroll nach dem Abheben: Zeugen sahen den Segler unmittelbar nach dem Abheben nach rechts rollen; die rechte Fläche berührte vermutlich nach der Bank den Boden und erzeugte ein Giermoment.
- Strömungsabriss aus geringer Höhe: Aus geringer Höhe geriet der Segler in eine Steigfluglage unterhalb der Überziehgeschwindigkeit; die Strömung riss ab, und er kippte über die rechte Fläche. Keine technischen Mängel.
- Rückenlage-Aufprall ~100 m entfernt: Der Segler prallte rund 100 m von der Startstelle entfernt, jenseits der südlichen Platzgrenze, in Rückenlage auf; die Haube zerbrach und der Rumpf brach in der Mitte.