DG 100 Höhenrudersteuerung fällt beim Schleppstart aus — Wartungsmangel
Eine DG 100 zeigte beim Flugzeugschleppstart in Pasewalk auf der Rollphase untypische Höhenruderbewegungen. Nach Abheben des Schleppflugzeugs klinkte der Pilot aus; das Segelflugzeug rollte mit hoher Geschwindigkeit über die östliche Platzgrenze in ein Getreidefeld, beide Tragflächen zerstört. Der Befestigungsbolzen des Höhenruder-Umlenkhebels hatte sich aus dem Laminat gelöst — ohne die durch LTA 78-164 (1978) vorgeschriebene Unterlegscheibe einlaminiert. Die LTA-Durchführung war in den Aufzeichnungen vermerkt, die Scheibe fehlte tatsächlich.
- Schleppstart-Rollphase: Beim Schleppstart ab Pasewalk begann die DG 100 den Startlauf hinter einem Ultraleicht-Schleppflugzeug.
- Versagen der Höhenrudersteuerung: Ein bisher unerkannter Defekt in der Höhenrudersteuerung zeigte sich, als der unzureichend verankerte Befestigungsbolzen des Umlenkhebels beim Startlauf herausfiel.
- Unsachgemäße Hebelbefestigung: Der Befestigungsbolzen des Höhenruder-Umlenkhebels war ohne die vorgeschriebene Unterlegscheibe einlaminiert worden, entgegen der technischen Weisung, was die Verbindung schwächte.
- Instabiles Nickverhalten: Zeugen beobachteten, wie das Segelflugzeug beim Startlauf mehrfach kurz abhob und dabei untypische Höhenruderbewegungen zeigte, was auf eingeschränkte Höhenrudersteuerung hindeutete.
- Schleppkupplung gelöst am Boden: Nachdem das Schleppflugzeug abgehoben hatte, löste der Segelfluzeugpilot das Schleppseil, um den Schleppstart wegen des anormalen Verhaltens abzubrechen.
- Überrollen ins Getreidefeld: Nach dem Lösen des Schleppseils rollte das Segelflugzeug mit hoher Geschwindigkeit weiter, überrollte die östliche Platzgrenze und kam in einem Getreidefeld dahinter zum Stillstand.
- Bruch; kein Verletzter: Das Segelflugzeug kam im Getreidefeld zum Stillstand, beide Flügel waren zerstört. Der Pilot verließ das Flugzeug unverletzt.