DG-1000T überzieht beim Eindrehen zum Endanflug in flacher schiebender Kurve
Der Pilot einer DG-1000T und ein mitfliegender Flugschüler wurden schwer verletzt, als die DG beim Eindrehen zum Endanflug in flacher, schiebender Kurve mit zu geringer Fahrt überzog und zerstört wurde. Nach Windenstart in 440 m bei NW-Wind 8–10 kt flog der Pilot Kreise im SW und startete zweimal den Hilfsmotor. Nach 11 min noch in 200 m ~1 km SW; zwei weitere Kreise ließen ~125 m, verkürzte Landeeinteilung nötig. Aus ~100 m drehte er mit geringer Fahrt links zum Endanflug ein; die Überziehgeschwindigkeit wurde unterschritten, die DG kippte ab und schlug mit großer Längsneigung ~150 m östlich auf einer Brache auf. Keine technischen Mängel.
- Windenstart und Platzrundenkreise: Windenstart auf 440 m bei Boberg mit zwei Personen an Bord; der Pilot flog Kreise im südwestlichen Platzrundenbereich bei stetig sinkender Höhe und startete zweimal den Hilfsmotor.
- Höhenverlust auf 200 m, 1 km SW: Nach rund 11 min stand das Segelflugzeug in etwa 200 m AGL rund 1 km südwestlich der Startstelle.
- Zwei weitere Kreise → ~125 m: Nach zwei weiteren Vollkreisen verblieben rund 125 m, eine verkürzte Landeeinteilung wurde nötig; die mitfliegende Flugschülerin war an dieser Position noch nie so niedrig gewesen.
- Geringe Fahrt im Eindrehen zum Endanflug: Aus rund 100 m AGL leitete der Pilot mit auffallend geringer Fahrt eine Linkskurve zum Endanflug auf Piste 30 ein.
- Überziehen in flacher, schiebender Kurve: Zeugen beobachteten eine flache, schiebende Kurve mit auffallend langsamer Fahrt; die Überziehgeschwindigkeit wurde unterschritten und das Segelflugzeug kippte aus der Kurve ab.
- Aufprall mit Längsneigung, 150 m östl.: Das Segelflugzeug schlug mit großer Längsneigung auf einer Brache rund 150 m östlich des Flugplatzes auf; beide Insassen schwer verletzt, die Zelle zerstört. Keine technischen Mängel.