Falcon 2000EX und Arcus Beinahe-Kollision im Luftraum E während ILS-Anflug
Eine Falcon 2000EX im IFR-ILS-Anflug auf St. Gallen-Altenrhein sank in Luftraum E auf ~5000 ft MSL und traf einen Arcus auf VFR-Rückflug nach Amlikon. In Luftraum E gibt es keine ATC-Staffelung zwischen IFR und VFR. Das Segelflugzeug hatte Flarm an, den Mode-S-Transponder aus und keinen Funkkontakt — für die Lotsen der Falcon unsichtbar. Westlich von Amriswil kreuzten sich die Flugwege im Gegenkurs; beide Besatzungen erkannten das andere Flugzeug erst kurz vor der nächsten Annäherung: ~660 m horizontal / ~40 m vertikal. Weder Transponder noch Funk waren damals für Segelflieger vorgeschrieben. Keine Verletzten, kein Schaden.
- Falcon ILS-Anflug + Arcus VFR: Eine Falcon 2000EX befand sich im IFR-ILS-Anflug auf St. Gallen-Altenrhein unter Kontrolle Zürich, während ein Arcus im VFR-Rückflug nach Amlikon nach Ausklinken nahe dem Säntis war.
- ILS-Anflug durch Luftraum E: Der Queranflug des ILS 10 auf LSZR führt bei rund 1.520 m AMSL durch Luftraum E, in dem die Flugsicherung keine Staffelung zwischen IFR- und VFR-Verkehr gewährleistet.
- Transponder aus, kein ATC-Kontakt: Der Segelflieger hatte den Transponder ausgeschaltet und stand nicht im Funkkontakt — beides nicht vorgeschrieben — wodurch der Segler für die Controller unsichtbar blieb.
- Kreuzende Kurse, späte Sichtung: Die Flugpfade kreuzten sich kopfan nahe Amriswil bei rund 1.520 m AMSL; beide Besatzungen sahen das andere Flugzeug erst kurz vor der größten Annäherung.
- Nächste Annäherung: 660 m / 40 m: Geringster Abstand: etwa 660 m horizontal, etwa 40 m vertikal. Als schwerwiegender Luftzwischenfall in Luftraum E eingestuft.
- Keine Kollision; Sicherheitshinweis: Es kam zu keiner Kollision, keinem Schaden und keiner Verletzung. Die Untersuchung schloss mit einem Sicherheitshinweis; eine Transponderpflicht bestand damals nicht.