Discus bT: Klapptriebwerk startet nicht; Bäume kurz vor Außenlandefeld
Beim Anflug auf ein Außenlandefeld bei Spaichingen wurde der Pilot eines Discus bT schwer verletzt; das Segelflugzeug wurde zerstört. Kurz nach dem Windenstart in Klippeneck fuhr der Pilot das Klapptriebwerk zum Test aus, doch es lief nicht an; die Höhe reichte nicht mehr zur Rückkehr zum Flugplatz. Bei weiteren Startversuchen sank der Discus bT nach Südwesten und kurvte aus rund 170 m AGL nach links auf ein Feld. Das ausgefahrene Triebwerk versteilte den Anflug; das Segelflugzeug berührte Bäume auf einer 3 m hohen Böschung und überschlug sich. Ursache war eine Fehleinschätzung der Außenlandesituation während der fortgesetzten Startversuche.
- Windenstart in Klippeneck: Der Pilot startete den Discus bT im Windenschlepp von der Piste 23 des Segelfluggeländes Klippeneck.
- Klapptriebwerk startet nicht: Kurz nach dem Ausklinken fuhr der Pilot das Klapptriebwerk zum Test aus; der Anlassvorgang führte nicht zum Motorlauf. Aus der verbliebenen Höhe war eine Rückkehr zum Flugplatz nicht mehr möglich.
- Höhenverlust bei Startversuchen: Der Discus bT flog nach Südwesten und verlor kontinuierlich an Höhe, während der Pilot weitere Startversuche unternahm. Nach rund drei Minuten Flugzeit lag die Flughöhe bei etwa 170 m AGL.
- Linkskurve auf Außenlandefeld: Aus rund 170 m AGL kurvte der Pilot nach links auf ein ausgewähltes Außenlandefeld; die Startversuche liefen weiter.
- Triebwerk ausgefahren, mehr Sinken: Das ausgefahrene Klapptriebwerk erhöhte den Widerstand gegenüber der eingefahrenen Konfiguration, versteilte den Anflug und verkürzte die Gleitstrecke.
- Bäume berührt; Discus überschlagen: Im Anflug aus westlicher Richtung über ein Motocrossgelände und einen Wirtschaftsweg mit etwa 3 m hoher bewachsener Böschung berührte der Discus bT Bäume auf der Böschung; die linke Tragfläche wurde abgetrennt, das Segelflugzeug überschlug sich auf das angrenzende Feld und kam auf der linken Rumpfseite zum Liegen, gestützt vom ausgefahrenen Klapptriebwerk und Leitwerk. Der Pilot wurde schwer verletzt, das Segelflugzeug zerstört. Technische Mängel am Luftfahrzeug oder am Triebwerk wurden nicht festgestellt. Ursache war eine Fehleinschätzung der Außenlandesituation während der fortgesetzten Triebwerks-Startversuche.