LS4 fährt Fahrwerk beim Windenstart ein; harter Aufprall nach Abbruch
Am 13. Juni 2011 in Porta Westfalica wurde der Pilot einer Rolladen-Schneider LS4 beim Windenstart leicht verletzt; das Segelflugzeug wurde erheblich beschädigt. 40–50 m nach Rollbeginn fuhr der Pilot das Fahrwerk entgegen der Flughandbuchanweisung ein. Die LS4 wurde ~23 m auf dem Rumpf gezogen, hob kurz ab. Der Startleiter erkannte das eingefahrene Fahrwerk und rief „Halt-Stopp“; der Windenfahrer nahm Gas raus und bremste die Trommel. Im Steigflugübergang bemerkte der Pilot den abfallenden Fahrtmesser und drückte das Höhenruder vor. Aus rund 12 m reichte die Energie für den Abfangbogen nicht; die LS4 schlug hart auf und rutschte 26 m.
- Windenstart-Rollphase: Die LS4 beschleunigt beim Windenstart von Graspiste 23 normal entlang der Startbahn.
- Fahrwerk im Rollen eingefahren: Rund 40–50 m nach Rollbeginn fährt der Pilot das Fahrwerk ein – entgegen der Flughandbuchanweisung, es beim Windenstart ausgefahren zu lassen.
- Rumpf schleift auf dem Boden: Mit eingefahrenem Fahrwerk wird die LS4 rund 23 m auf dem Rumpf gezogen; der Pilot hört ein Schleifgeräusch, bevor das Segelflugzeug kurz abhebt.
- Start abgebrochen: Halt-Stopp: Der Startleiter erkennt das eingefahrene Fahrwerk und ruft „Halt-Stopp“; der Windenfahrer nimmt Gas zurück und bremst die Trommel, wodurch der Zug während des beginnenden Steigflugs wegfällt.
- Pilot drückt Nase, hält Fahrt: Im Übergang in die Steigfluglage bemerkt der Pilot den raschen Fahrtabfall und drückt den Steuerknüppel vor, um Fahrt zurückzugewinnen.
- Harter Aufprall aus rund 12 m: Aus rund 12 m Höhe reichen Höhe und Fahrt für einen Gleitflug und Abfangbogen nicht aus; die LS4 schlägt hart auf und rutscht rund 26 m, bevor sie zum Stehen kommt.
- Segelflugzeug schwer beschädigt: Das Segelflugzeug erleidet erhebliche Strukturschäden; der Pilot wird leicht verletzt.