DG-505-Pilot springt nach Blockade des Höhenruders durch die Kopfstütze ab
Ein Pilot kam mit leichten Verletzungen davon, als im Kunstflug das Höhenruder seiner DG 505 blockierte und er abspringen musste; das Segelflugzeug stürzte schwer beschädigt in einen Wald. Auf einem Werkstattflug klinkte er in 1 700 m aus; beim Abschwung ließ sich das Höhenruder beim Ziehen nicht mehr bewegen; die DG 505 sank nur mit 30-45° Nase tief. Da er nicht mehr abfangen konnte, sprang er in 400 m mit dem Rettungsschirm ab. Die hintere Kopfstütze konnte nach vorn klappen und den Steuerknüppel blockieren; ihre Halteleine war nach einer Wartung zu lang angebracht, und eine vorgeschriebene technische Mitteilung dazu war nicht ausgeführt.
- Werkstattflug, dann Kunstflug: Eine DG 505 startete in Uelzen im Flugzeugschlepp zu einem Werkstattflug nach Einbau eines neuen Beschleunigungsmessers; der Pilot klinkte in etwa 1 700 m aus und begann mit Kunstflug.
- Halteleine zu lang angebracht: Die Halteleine der hinteren Kopfstütze war nach einer Wartung zu lang wieder angebracht, und eine vorgeschriebene technische Mitteilung dazu war nicht ausgeführt, sodass die Kopfstütze nach vorn klappen und den Steuerknüppel blockieren konnte.
- Bricht Looping ab, prüft Steuerung: Nach mehreren Figuren brach er wegen Zweifeln an der Steuerbarkeit einen Looping ab und prüfte Nick- und Rollfunktion ohne Befund.
- Höhenruder blockiert im Abschwung: Beim Eindrehen in die Rückenlage für einen Abschwung in etwa 600 m ließ sich das Höhenruder beim Ziehen nicht mehr bewegen; das Segelflugzeug war nur bis 30-45 Grad Nase tief steuerbar.
- Absprung in etwa 400 m: Da eine Rückkehr in den Horizontalflug misslang, sprang der Pilot in etwa 400 m an einem automatisch ausgelösten Rettungsschirm ab.
- Segelflugzeug stürzt in Wald: Das leere Segelflugzeug ging in Pump- und Überschlagbewegungen über und stürzte in einen Wald nordöstlich des Platzes, schwer beschädigt; der Pilot landete etwa 100 m entfernt und wurde leicht verletzt.