Ventus CM trudelt bei Außenlandung mit ausgefahrenem Klapptriebwerk
Der Pilot eines Ventus CM wurde bei einer Außenlandung nahe Rangendingen tödlich verletzt; das Segelflugzeug wurde zerstört. Auf einem Wettbewerbsdreieck ab Klippeneck verlief der Flug bei nachlassendem Steigen zwischen rund 1 000 und 1 600 m AGL; nach der zweiten Wende wurde kein Steigen mehr verzeichnet. Mit ausgefahrenem Klapptriebwerk versuchte der Pilot wiederholt erfolglos einen Motorstart (der Kraftstoffhahn war geschlossen) und flog ein Feld an. In rund 20 m AGL kam es in einer Linkskurve zum Strömungsabriss; der Ventus CM ging in eine trudelartige Drehung und schlug nahezu senkrecht auf. In den letzten 30 s gingen ~285 m verloren.
- Wettbewerbsdreieck ab Klippeneck: Ein Ventus CM startete auf dem Segelfluggelände Klippeneck im Flugzeugschlepp zu einem Wettbewerbsdreieck mit den Wendepunkten Villingen und Horb.
- Steigen versiegt nach 2. Wende: Der Flug verlief zunächst zwischen 1.000 und 1.600 m AGL bei nachlassenden Steigwerten; nach der zweiten Wende trat kein Steigen mehr auf, der Pilot flog eine Außenlandung bei Haigerloch an.
- Triebwerk ausgefahren, Start misslingt: Zeugen sahen den Ventus CM aus Süden mit ausgefahrenem Klapptriebwerk anfliegen, während der Pilot erfolglos versuchte, es zu starten; der Kraftstoffhahn war geschlossen, die Leitungen leer.
- Linkskurve in ~20 m AGL über Feld: Zeugen beobachteten über einem Getreidefeld eine Linkskurve in etwa 20 m AGL, als der Pilot den Anflug auf das gewählte Feld ausrichtete.
- Strömungsabriss; Trudeln fast senkrecht: Aus der Linkskurve riss die Strömung ab, und der Ventus CM geriet in eine trudelartige Linksdrehung; ein Ausleiten war nicht mehr möglich. Der B-Record zeigte ~285 m Höhenverlust in den letzten 30 s.
- Pilot tödlich verletzt: Der Ventus CM berührte zuerst mit Cockpit und rechter Tragfläche den Boden; das Cockpit drang ~30 cm ins Erdreich, die linke Tragfläche brach an der Wurzel. Der Pilot wurde tödlich verletzt.