Ventus CM trudelt bei Außenlandung mit ausgefahrenem Klapptriebwerk
Der Pilot eines Ventus CM wurde bei einer Außenlandung nahe Rangendingen tödlich verletzt; das Segelflugzeug wurde zerstört. Auf einem Wettbewerbsdreieck ab Klippeneck verlief der Flug zunächst zwischen rund 1 000 und 1 600 m AGL; nach der zweiten Wende wurde kein Steigen mehr verzeichnet. Mit ausgefahrenem Klapptriebwerk versuchte der Pilot wiederholt erfolglos einen Motorstart und richtete den Anflug auf ein Feld aus. In rund 20 m AGL kam es in einer Linkskurve zum Strömungsabriss; der Ventus CM ging in eine trudelartige Drehung und schlug nahezu senkrecht auf. Der B-Record wies in den letzten 30 s einen Höhenverlust von ~285 m aus.
- Wettbewerbsdreieck ab Klippeneck: Gegen 13:30 Uhr startete ein Ventus CM auf dem Segelfluggelände Klippeneck im Flugzeugschlepp zu einem Wettbewerbsdreieck mit den Wendepunkten Villingen und Horb. Der Pilot besaß eine Segelfluglizenz mit TMG-Eintrag, rund 489 Stunden Gesamterfahrung und 7:37 Stunden in den letzten 30 Tagen auf dem Unfallflugzeug.
- Steigen versiegt nach 2. Wende: Laut GPS-Logger verlief der Flug zunächst zwischen rund 1 000 und 1 600 m AGL bei nachlassenden Steigwerten. Nach der zweiten Wende wurde kein Steigen mehr aufgezeichnet. Der Pilot entschied sich für eine Außenlandung im Bereich Haigerloch.
- Triebwerk aus, Start misslingt: Zeugen sahen den Ventus CM aus südlicher Richtung mit ausgefahrenem Klapptriebwerk anfliegen, während der Pilot wiederholt versuchte, das Triebwerk zu starten. Der Datenlogger zeichnete keinen Motorlauf auf. Das ausgefahrene Triebwerk erhöhte den Widerstand und verschlechterte die Gleitleistung.
- Linkskurve in ~20 m AGL über Feld: Zeugen beobachteten über einem Getreidefeld eine Linkskurve in etwa 20 m AGL, als der Pilot den Anflug auf das gewählte Feld ausrichtete.
- Strömungsabriss; Trudeln senkrecht: Aus der Linkskurve riss die Strömung an der Tragfläche ab und der Ventus CM geriet in eine trudelartige Linksdrehung. Der B-Record wies in den letzten 30 Sekunden einen Höhenverlust von rund 285 m aus. In der geringen Höhe war ein Ausleiten nicht mehr möglich.
- Pilot tödlich verletzt: Der Ventus CM berührte zuerst mit Cockpit und rechter Tragfläche den Boden; das Cockpit drang bis zu 30 cm ins Erdreich ein, die linke Tragfläche brach an der Wurzel und das linke Querruder wurde abgetrennt. Die linke Bremsklappe war halb ausgefahren, der Motor in ausgefahrener Stellung. Der Pilot wurde tödlich verletzt; das Segelflugzeug wurde zerstört.