Ventus 2c in aktivem Flugbeschränkungsgebiet während Flugshow; F-5E Beinahe-Kollision
Ein deutscher Ventus-2c-Pilot flog um 12:14 UTC in das aktive Flugbeschränkungsgebiet um Fricktal-Schupfart ein, wegen der Patrouille-Suisse-Vorführung eingerichtet. NOTAM und DABS hatte er nicht konsultiert, seine Position meldete er nicht. Um 12:33 UTC über Zeiningen: gefährliche Annäherung mit einer F-5E in hochgezogener Rechtskurve — ~40 m vertikal, ~100 m horizontal. Nur Flarm, kein Transponder — für die militärische Einsatzzentrale war das Segelflugzeug unsichtbar. Der Verbandsführer sichtete es erst im Scheitel; bei rund 7-mal höherer Geschwindigkeit der F-5E war Ausweichen nicht mehr möglich. Keine Verletzten, kein Schaden.
- Ventus 2c XC in die Schweiz: Der Ventus startete um 10:12 UTC und trat eine Stunde später bei Bad Säckingen in Schweizer Luftraum ein; er passierte LSZI nach verweigerter Landung und nutzte Aufwinde im Schwarzwald/Jura.
- Flugshow-Sperrgebiet aktiviert: Ein temporäres Sperrgebiet war von 12:00–13:15 UTC im Radius von 13 km um LSZI aktiv, vom Boden bis 2.000 m, eingerichtet für eine Flugshow mit Vorführung der Patrouille Suisse.
- Pilot ohne Kenntnis der Sperrung: Der Pilot hatte die Beschränkung vorab nicht geprüft; durch einen früheren Funkruf wusste er von einer Veranstaltung, flog westlich des Platzes, erkannte aber das Sperrgebiet nicht.
- Kein Transponder, keine Meldung: Der Ventus hatte nur FLARM, keinen Transponder; der Pilot meldete sich beim Einflug nicht auf der Platzfrequenz, sodass der Verband nicht rechtzeitig gewarnt werden konnte.
- Eintritt in das Sperrgebiet: Um 12:14:15 UTC trat der Segler bei 1.582 m AMSL in das aktive Sperrgebiet W1230/18 ein und kreiste dabei etwa 7 km westsüdwestlich von LSZI in Aufwinden.
- Annäherung ca. 40 m vertikal: Der Verbandsführer sah den Segler erst im Kurvenscheitel oben links, zu spät zum Ausweichen; der Abstand betrug nur etwa 40 m vertikal und 100 m horizontal, zu schnell für ein Manöver.
- Keine Kollision, kein Schaden: Beide Luftfahrzeuge flogen sicher weiter; der Segler wich mangels Aufwind aus, der Verband beendete sein Programm. Der Vorfall galt als ICAO-Kategorie A, ernstes Kollisionsrisiko.