ASH 26 E Baumberührung im Endanflug — kein Direktanflug, verschlechterndes Wetter

Mönchsheide, Nahe Segelfluggelände, Germany Alexander Schleicher ASH 26 E

Am 11. Juni 2011 kam der Pilot einer ASH 26 E ums Leben, als das Flugzeug im Endanflug zur Piste 29 in Mönchsheide etwa 580 m vor der Schwelle Bäume berührte; das Flugzeug wurde schwer beschädigt. Statt eines Direktanfluges von der rechten Rheinseite mit ~285 m Höhenreserve flog er die Platzrunde nördlich, sank auf ~145 m im Queranflug und ~95 m beim Eindrehen in den Endanflug bei leichtem Regen und drehendem Wind. Nach Ausrollen in ~60 m und noch ~1 100 m vor der Schwelle berührte das Flugzeug 15–20 m hohe Baumwipfel am Waldrand.

  1. Eigenstart zum Überlandflug: Der Pilot startete mit einem ASH 26 E eigenständig vom Segelfluggelände Mönchsheide zu einem mehrstündigen Überlandflug, bevor er zur Landung zurückkehrte.
  2. Niedriger Umwegkurs im Anflug: Statt einem direkten Anflug von der östlichen Rheinseite mit rund 285 m Höhenreserve über dem Platz wählte der Pilot den Weg über die nördliche Platzrunde und legte damit einen längeren Anflugweg bei verhältnismäßig geringer Höhe fest.
  3. Ermüdung nach langem Flug: Der Pilot war etwa sechs Stunden überwiegend zwischen 600 und 1.200 m GND geflogen; dies hatte wahrscheinlich seine Leistungsfähigkeit und sein Urteilsvermögen in der Abschlussphase beeinträchtigt.
  4. Verschlechterndes Wetter: Im Anflugbereich herrschten leichter Regen und ein zunehmend starker, drehender Wind, was die Flugleistung minderte und die Beurteilung von Höhe und Entfernung erschwerte.
  5. Breite, tiefe Platzrunde: Der Pilot querte auf etwa 200 m GND zur linken Rheinseite und flog dann eine verhältnismäßig breite Queranflug- und Gegenanflugstrecke zu Piste 29; auf dem Queranflug sank er auf etwa 145 m GND, den Endkurveneinflug begann er bei etwa 95 m GND mit 95–112 km/h.
  6. Zu gering über Baumreihe: Nach Ausleiten der Endkurve bei etwa 60 m GND und noch rund 1.100 m vor der Schwelle der Piste 29 setzte der Segler den tiefen Endanflug in Richtung eines Waldrands mit 15–20 m hohen Bäumen fort, ohne ausreichende Hindernisfreiheit oder Gleitspielraum.
  7. Aufprall – Pilot tödlich verletzt: Kurz vor dem Waldrand etwa 580 m vor der Schwelle der Piste 29 streifte der Motorsegler die Baumwipfel und stürzte in den angrenzenden Wald; der Pilot wurde tödlich verletzt, das Luftfahrzeug schwer beschädigt.
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