ASH 26 E Baumberührung im Endanflug — kein Direktanflug, verschlechterndes Wetter
Der Pilot einer ASH 26 E kam ums Leben, als das Flugzeug im Endanflug zur Piste 29 in Mönchsheide etwa 580 m vor der Schwelle Bäume berührte; das Flugzeug wurde schwer beschädigt. Statt eines Direktanfluges von der rechten Rheinseite mit ~285 m Höhenreserve flog er die Platzrunde nördlich, sank auf ~145 m im Queranflug und ~95 m beim Eindrehen in den Endanflug bei leichtem Regen und drehendem Wind. Nach Ausrollen in ~60 m und noch ~1 100 m vor der Schwelle berührte das Flugzeug 15–20 m hohe Baumwipfel am Waldrand.
- Eigenstart zum Überlandflug: Der Pilot startete mit einem ASH 26 E eigenständig vom Segelfluggelände Mönchsheide zu einem mehrstündigen Überlandflug, bevor er zur Landung zurückkehrte.
- Niedriger Umwegkurs im Anflug: Statt eines direkten Anflugs von Osten mit größerer Höhenreserve wählte der Pilot den Weg über die nördliche Platzrunde und damit einen längeren Anflug bei geringer Höhe.
- Ermüdung nach langem Flug: Der Pilot war etwa sechs Stunden überwiegend zwischen 600 und 1.200 m GND geflogen; dies beeinträchtigte wahrscheinlich Leistungsfähigkeit und Urteilsvermögen in der Schlussphase.
- Verschlechterndes Wetter: Im Anflugbereich herrschten leichter Regen und ein zunehmend starker, drehender Wind, was die Flugleistung minderte und die Beurteilung von Höhe und Entfernung erschwerte.
- Breite, tiefe Platzrunde: Der Pilot querte auf ca. 200 m GND zur westlichen Seite und flog eine breite Queranflug- und Gegenanflugstrecke; er sank im Queranflug auf ca. 145 m und begann die Endkurve bei ca. 95 m.
- Zu gering über Baumreihe: Nach der Endkurve bei etwa 60 m GND, noch rund 1.100 m vor der Schwelle, setzte der Segler den tiefen Endanflug zu einem Waldrand mit hohen Bäumen fort, ohne ausreichende Hindernisfreiheit.
- Aufprall – Pilot tödlich verletzt: Kurz vor dem Waldrand streifte der Motorsegler die Baumwipfel und stürzte in den angrenzenden Wald; der Pilot wurde tödlich verletzt, das Luftfahrzeug schwer beschädigt.