DG 300 Elan Abkippen nach Seilriss — Verein nicht für tiefe Seilrisse geschult
Ein 19-jähriger Flugschüler stürzte bei einem Solo-Windenstart in einer DG 300 Elan nahe Kronach ab und wurde tödlich verletzt. In ca. 50-70 m AGL löste sich das Schleppseil. Nach einer kurzen Linkskurve leitete der Schüler in ca. 35 m eine steile Rechtskurve zur Rückkehr ein, fuhr die Bremsklappen aus und wieder ein; nach etwa 130° Kurvenflug kippte das Segelflugzeug aus ca. 20 m über die rechte Tragfläche ab und schlug auf. Der Verein hatte Seilrissübungen mit Schülern nicht wie von der DAeC-Methodik gefordert geschult — Seilrisse wurden nur aus dem Landeanflug heraus simuliert, ein grundsätzlich anderes Szenario.
- Windenstart-Steigflug: Der Flugschüler begann einen Solo-Windenstart vom Flugplatz Kronach für einen geplanten Platzrundenkurs bei guten Wetterbedingungen.
- Windenseil löst sich: In einer Höhe von etwa 50–70 m löste sich das Windenseil während des anfänglichen Steigflugs unerwartet vom Segler.
- Sehr geringe Höhe nach Seilriss: Der Seilriss ereignete sich in sehr geringer Höhe, was dem Piloten nur wenig Zeit und Spielraum ließ, die Startunterbrechung zu bewältigen.
- Seilriss-Training unzureichend: Windenstartunterbrechungen wurden nur aus der Landerunde simuliert statt geübt, sodass dem Piloten realistisches Training für eine Startunterbrechung in geringer Höhe fehlte.
- Rückkehrkurve zum Platz: Nach einer kurzen Linkskurve leitete der Pilot eine steile Rechtskurve von etwa 130° zurück zum Flugplatz ein und betätigte dabei in rund 35 m Höhe wiederholt die Bremsklappen.
- Strömungsabriss, Abkippen: Während der steilen Rechtskurve in geringer Höhe erlitt der Segler einen Strömungsabriss und kippte aus etwa 20 m über den rechten Flügel ab; unkontrollierter Sinkflug folgte.
- Aufprall – Pilot tödlich verletzt: Der Segler schlug nahe der Nordwestgrenze des Flugplatzes auf und wurde zerstört; der Flugschüler wurde tödlich verletzt.