H 301 Libelle Aussenlandung — Strömungsabriss in steiler tiefer Kurve
Der Pilot einer Glasflügel H 301 Libelle wurde bei einer Außenlandung südwestlich von Reifferscheid in der Eifel tödlich verletzt; die Libelle wurde zerstört. Da er Wershofen nicht mehr erreichen konnte, verzögerte er die Außenlandeentscheidung und suchte noch in rund 150 m nach Thermik. Anschließend überflog er das Feld mit zu engem Gegenanflug. Zeugen sahen die Endanflugkurve in Haushöhe — die Libelle ging in steile Querlage, fiel unter Mindestfahrt, und die Tragfläche streifte eine 13 m hohe Fichte vor dem Aufprall.
- Überlandflug nach Windenstart: Nach einem Windenstart in Wershofen führte der Pilot einen Überlandflug durch, gewann zunächst Höhe in Platznähe und flog dann südostwärts, bevor er nach Norden in Richtung Reifferscheid abdrehte.
- Höhe nicht mehr zu halten: Im Bereich Reifferscheid konnte der Pilot bei schwacher oder fehlender Thermik keine weitere Höhe gewinnen und erkannte, dass eine Rückkehr nach Wershofen nicht mehr möglich war.
- Ungünstiges Außenlandegelände: Das umgebende Hocheifel-Gelände war stark zerklüftet und für Außenlandungen generell ungünstig; mit ansteigendem Gelände in Richtung Reifferscheid und nur wenigen geeigneten Feldern.
- Außenlandung spät entschieden: Bei etwa 150 m Höhe meldete der Pilot Wershofen eine bevorstehende Außenlandung; er suchte noch tief nach Aufwinden und wählte schließlich ein Gras- oder Getreidefeld entlang der Kreisstraße als Landebereich.
- Enge, tiefe Platzrunde: Der Pilot überflog das gewählte Feld in geringer Höhe und flog eine sehr enge, tiefe Platzrunde mit mehreren Kreisen über dem Gebiet westlich von Reifferscheid, bevor er nördlich der Straße für den Endanflug positionierte.
- Steile Kurve, zu langsam: Auf etwa Dachhöhe nördlich der Straße leitete der Pilot eine steile Rechtskurve in den Endanflug ein; dabei sank die Geschwindigkeit unter das Minimum, die Querneigung wurde zu groß, und Zeugen sahen den Segler „vorwärts aus der Kurve gehen“ und mit der Nase abkippen.
- Aufprall – Pilot tödlich verletzt: Der Segler streifte die Krone einer 13 m hohen Fichte in einer Baumreihe und schlug anschließend nahezu senkrecht in ein Grasfeld nahe Reifferscheid ein; der Pilot wurde tödlich verletzt, das Segelflugzeug zerstört.