ASK 23 Windenstart — kopflastige Trimmung, harter Aufprall
Der Pilot einer ASK 23 wurde bei einem Windenstart in Unterwössen schwer verletzt; das Segelflugzeug wurde schwer beschädigt. Nach flachem Steigflug empfand er den Windenzug als unzureichend und klinkte in rund 10 m aus. Er drückte nach; die ASK 23 wirkte träge, daraufhin drückte er stärker. Das Segelflugzeug ging mit 30°–40° Längsneigung auf den Boden, prallte aus rund 7 m auf, sprang hoch und schlug mit Drehung wieder auf. Nach Aussage des Piloten war die Trimmung kopflastig, während das Flughandbuch eine schwanzlastige Trimmung vorsieht.
- Windenstart — Steigflug: Beim Windenstart von Piste 06 in Unterwössen beschleunigte die ASK 23, hob ab und begann einen zunächst normalen, jedoch anhaltend flachen Steigflug.
- Seilklinken in geringer Höhe: Als der flache Steigflug anhielt und das Seil schlaff wurde, klinkte der Pilot, der die Windenleistung als unzureichend empfand, das Seil in ca. 7–10 m Höhe aus.
- Ungünstige Trimmung: Entgegen der Flughandbuch-Empfehlung, beim Windenstart mit mittlerer bis leicht schwanzlastiger Trimmung zu starten, hatte der Pilot kopflastig getrimmt, was nach dem Ausklinken die Nickneigung nach vorn verstärkte.
- Starker Druckimpuls auf Steuer: Nach dem Ausklinken empfand der Pilot das Segelflugzeug zunächst als nicht ansprechend und drückte anschließend stärker nach vorn, wodurch die Nase in einem steilen Winkel auf den Boden gelenkt wurde.
- Mehrfache harte Bodenberührungen: Das Segelflugzeug traf aus ca. 7 m Höhe hart auf den Boden, wurde kurzzeitig wieder getragen, prallte dann ein zweites Mal unter zusätzlicher Rotation auf, während Funkrufe des Startleiters unbeachtet blieben.
- Bruchlandung — schwer verletzt: Das Segelflugzeug kam stark beschädigt entlang einer ca. 70 m langen Bodenspur im Windenbereich zum Stehen; der Pilot erlitt schwere Verletzungen.